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Binotto erklärt den neuen Ferrari

"Extrem" und "komplett anders": Das macht den SF1000 aus

11.02.2020 20:21
Mattia Binotto (M.) verspricht einen "extremen" neuen Ferrari
© MST
Mattia Binotto (M.) verspricht einen "extremen" neuen Ferrari

Bügelt der neue Ferrari SF1000 die Schwächen seines Vorgängers aus? Laut Teamchef Mattia Binotto ist das neue Auto für die Formel-1-Saison 2020 ein "extremes" Design und könnte ein verändertes Konzept besitzen. Im Vorjahr hatte die Scuderia auf eine Lösung mit wenig Luftwiderstand gesetzt. Das brachte dem Team zwar Vorteile auf den Geraden, doch in den Kurven verlor man gegen Mercedes und Co. stark an Zeit.

In diesem Jahr könnten die Roten eine andere Route verfolgen: "Wir versuchen auf die maximale Aero-Performance zu gehen und versuchen, den Abtrieb zu maximieren", kündigt Binotto an. "Das ganze Auto, das Monocoque, die Power-Unit, das Getriebe - alles wurde enger zusammengepackt, um ein schlankeres Design zu haben", sagt der Italiener. "Ich denke, das kann man gut sehen."

"Alles ist viel enger", bestätigt auch Sebastian Vettel, der es kaum abwarten kann, in das neue Auto zu klettern und die ersten Meter unter die Räder zu nehmen. Er lobt seine Crew: "Dahinter steckt eine Menge Arbeit, weil es nicht so einfach ist. Wir haben einige clevere Lösungen gefunden, um das zu erreichen."

Zu was es reichen wird, wird die Zeit zeigen, allerdings ist auch klar, dass Ferrari den alten SF90 nicht ganz aus dem Konzept bekommt: "Die Regeln bleiben stabil, von daher ist es schwierig, das Auto komplett umzuändern", sagt Binotto. "Das Auto vom Vorjahr ist der Ausgangspunkt, aber mit Sicherheit sind wir bei allen Konzepten so extrem, wie wir konnten."

Neben der Aerodynamik hat Ferrari aber auch viel Wert auf Veränderungen an der Aufhängung und bei der Power-Unit gelegt. "Wir arbeiten an allen Komponenten", sagt Binotto. "Die Aufhängung wurde so designt, dass sie mehr Flexibilität hat, wenn wir auf der Strecke sind. Dadurch können wir das Set-up anpassen, was auch immer zu den Fahrern und der Strecke passt."

Auch an jeder einzelnen Komponente der Power-Unit habe man gewerkelt. Ferrari hatte dort im Vorjahr einen klaren Vorteil gegenüber der Konkurrenz, allerdings halten sich hartnäckig Gerüchte, dass diese mit zweifelhaften Mitteln erlangt wurden. Neue Technische Richtlinien der FIA sollen diese nun unterbinden. Ohnehin wurde der Ölverbrauch um 50 Prozent reduziert.

Neben schlanker sollte das Auto vor allem leichter werden. "Wir haben viele Anstrengungen unternommen, um das Gewicht unten zu halten", so Binotto, der betont, dass der SF1000 radikal anders als sein Vorgänger ist.

"Es sieht zwar ziemlich ähnlich aus, aber glaubt mir: Es ist komplett anders als im vergangenen Jahr. Viele Konzepte am Auto sind in diesem Jahr sehr extrem."

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