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Spezialtraining vor WM-Kampf: "Fury-Klon" hilft Wilder

11.02.2020 16:09
Deontay Wilder bereitet sich auf seinen Kampf gegen Tyson Fury vor
© Chris Farina via www.imago-images.de
Deontay Wilder bereitet sich auf seinen Kampf gegen Tyson Fury vor

Einmal Deontay Wilder vor die Fäuste kriegen, das K.o.-Monster aus den USA. Für die meisten Boxer ein Albtraum, schließlich hat der "Bronze Bomber" 41 seiner 43 Kontrahenten das Licht ausgeknipst. Für Emanuel Odiase ist es dagegen ein Traum, mit Wilder im Ring zu stehen. Der 21-jährige Deutsche hilft dem Schwergewichts-Champion bei dessen Vorbereitung auf den WM-Kampf gegen Tyson Fury. Eingefädelt hat das Spezialtraining der langjährige Manager der Klitschkos.

Seit zwei Wochen ist Odiase als Sparringspartner in Wilders Trainingscamp in Tuscaloosa/Alabama. Der Job des Hamburger Amateurmeisters im Superschwergewicht: Den WBC-Weltmeister fit machen für dessen Revanche gegen Klitschko-Bezwinger Fury am 22. Februar in Las Vegas.

Mit Wilder im Ring zu stehen sei eine "unbezahlbare Erfahrung", schrieb Odiase bei Instagram. Noch vor Jahren habe er sich Videos und Highlights des WBC-Weltmeisters auf Youtube angeschaut. "Jetzt stehe ich plötzlich mit der Nr. 1 im Schwergewicht im Ring. A dream came true (ein Traum wurde wahr, d. Red)."

Wilder sei hilfsbereit und gebe ihm viele Tipps, so Odiase. Aber: Die Sparrings-Runden mit dem 2,01 Meter großen K.o.-Knipser sind knüppelhart. "Man darf nicht für eine Sekunde off-switchen, weil Deontay die stärkste rechte Hand in der Geschichte des Boxens hat."

Bönte empfahl Odiase als boxerischen Fury-Klon

Dass Odiase die Gelegenheit hat, sich im Camp des Champions in Alabama abzuhärten, verdankt er Bernd Bönte. Der langjährige Manager der Klitschko-Brüder gründete vergangenes Jahr mit Partnern die Beratungsagentur PYX, die junge Boxerinnen und Boxer innerhalb und außerhalb des Rings unterstützt. Odiase ist eines von mehreren Talenten, die Bönte und PYX beraten.

"Ich weiß ja aus meiner Zeit mit den Klitschkos wie schwer es ist, gute und passende Sparringspartner zu finden", erläutert Bönte im Gespräch mit "RTL/ntv". Die Krux bestehe darin, als Manager für den eigenen Boxer einen Mann zu verpflichten, der den Stil des kommenden Gegners möglichst gut simuliere. Odiase sei für Wilder ein geradezu idealer Tanzpartner, um sich auf den 2,06 Meter großen Fury einzustellen.

"Emanuel ist 2,04 Meter groß und genau wie Fury extrem beweglich. Außerdem kann er wie Fury die Auslage wechseln und hat auch noch einen richtigen Punch", so Bönte. "Ich bin deshalb proaktiv auf Wilders Management, das ich persönlich gut kenne, zugegangen und habe Emanuel empfohlen."

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Bönte mailte den Wilder-Trainern Jay Deas und Mark Breland ein Video seines Schützlings zu. Wenig später flatterte dem Deutschen die Einladung aus Alabama ins Haus.

"Breland ist sehr zufrieden mit Emanuel. Auch weil der Junge einfach ein positiver Typ ist und sich gut ins Team eingefügt hat", berichtet der 64-Jährige vom Lob des Weltmeister-Lagers.

Für Odiase zahlt sich die harte Arbeit aus: Der 21-Jährige darf mit dem Wilder-Team nach Las Vegas reisen, erst nach dem Mega-Fight am 22. Februar im legendären MGM Grand Hotel geht's zurück nach Deutschland – mit einer einmaligen Erfahrung im Gepäck.

Martin Armbruster

© RTL
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