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eSports-Einstieg? BVB lässt sich Hintertür offen

10.02.2020 20:50
Lässt eSports-Einstieg des BVB offen: Carsten Cramer
© TEAM2 via www.imago-images.de
Lässt eSports-Einstieg des BVB offen: Carsten Cramer

Borussia Dortmund könnte entgegen seiner bisherigen Weigerung mittelfristig doch eine eSports-Abteilung gründen.

"Wie wir uns in den nächsten Jahren weiterentwickeln, kann ich nicht sagen. Wenn wir merken, dass die Leute Bock darauf haben, dann werden wir uns dem nicht verschließen", sagte Carsten Cramer, Direktor Vertrieb und Marketing, gegenüber dem "kicker".

Der BVB verdamme "das Ganze nicht", es gehe allerdings eher um einen Zeitrahmen von fünf bis zehn Jahren.

Cramer stellte auch klar: "Wenn sich andere Vereine lieber auf eSport konzentrieren und dabei das Kerngeschäft vernachlässigen, dann ist das nicht der Dortmund-Weg."

Man sei in der Dortmunder Klub-Führung aktuell weiter "zu hundert Prozent" davon überzeugt, den Einstieg ins virtuelle Gaming nicht zu forcieren.

"Ich glaube nicht, dass jede neue Sportart aktiv von Borussia Dortmund angeboten werden muss. Wir haben auch keine Abteilung für Darts oder Basketball. Wir konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft", erklärte Cramer.

"Strategiespiele muss man nicht in einem schwarz-gelben Trikot spielen"

Ein Engagement des BVB werde es wenn überhaupt nur in Games wie der FIFA-Reihe von EA Sports geben, die unmittelbar mit dem realen Fußball verknüpft sind.

"Es bleibt dabei: Strategiespiele wie Dota 2 oder League of Legends, die muss man nicht in einem schwarz-gelben Trikot spielen", sagte Cramer.

Einer möglichen Dortmunder Teilname an der Virtual Bundesliga und dem damit verbundenen Aufbau eines eigenen FIFA-Teams für die VBL Club Championship erteilte der 51-Jährige für die nahe Zukunft zudem eine klare Absage. "Der Anspruch, in der VBL vertreten zu sein, ist nicht deckungsgleich mit dem von Borussia Dortmund."

Was Authentizität, Glaubwürdigkeit oder Intensität angehe, sei die Szene noch nicht soweit, damit der BVB "seine Position an der Stelle aufweicht", so Cramer.

tkn

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