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Martin Strobel kündigt sein Karriereende an

10.02.2020 14:41
Martin Strobel hört am Saisonende mit dem Handballsport auf
© dpa
Martin Strobel hört am Saisonende mit dem Handballsport auf

Martin Strobel beendet nach der Saison seine Karriere als Handball-Profi. Ob der 33-Jährige für die Olympia-Quali zur Verfügung steht, ist noch nicht geklärt.

Die Business-Fotos sind schon geschossen, eine neue Website befindet sich im Aufbau: EM-Held Martin Strobel hat längst die Weichen für die Karriere nach der Karriere gestellt. "Meine Erfahrungen im Leistungssport haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin: Ihr Experte für die Entwicklung und Steuerung leistungsstarker Teamplayer", schreibt der Handball-Nationalspieler auf seiner Homepage. Noch macht der Europameister von 2016 aber ein kleines Geheimnis daraus, was er genau vorhat.

Dem neuen Projekt wird der 33-Jährige ab Sommer den Großteil seiner Energie widmen, die Sportler-Laufbahn ist dann beendet. "Dies mag für einige überraschend kommen, aber ich habe mir diese Entscheidung nach 17 Jahren Profisport sehr gut überlegt und will mich beruflich in anderen Bereichen weiterentwickeln", sagte der Spieler des Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten, der bei der EM im Januar nach einer schweren Knieverletzung gefehlt hatte: "Der Zeitpunkt fühlt sich für mich richtig an."

Ob er seine Knochen für den Traum von Olympia in Tokio noch einmal hinhalten wird, ist noch nicht geklärt. "Demnächst" wolle er sich mit dem neuen Bundestrainer Alfred Gislason austauschen, "ich gehe das ergebnisoffen an", sagte Strobel. Im durchaus kniffligen Qualiturnier mit den Gegnern Schweden, Slowenien und Algerien muss sich die deutsche Auswahl vom 17. bis 20. April einen der ersten beiden Plätze erkämpfen.

Strobel blickt auf 147 Länderspiele zurück

Gislason hatte Strobel bislang durchaus auf dem Zettel, das machte der Isländer bei seiner Vorstellungs-PK am Freitag in Hannover deutlich. Die Alternativen für die neuralgische Spielmacher-Position sind weiter rar, Paul Drux und Marian Michalczik gelang es bei der EM im Januar zu selten, die benötigte Struktur ins Spiel zu bringen. Für Fabian Wiede kommt die Quali nach einer Schulter-OP zu früh.

Strobel bescheinigten die Experten immer wieder ein großes Potenzial, doch Verletzungen bremsten ihn aus. Der Rechtshänder absolvierte 147 Länderspiele (168 Tore) für die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB). 2016 gewann er mit dem DHB-Team auch Olympiabronze in Rio de Janeiro. Bei der Heim-WM im vergangenen Jahr erlitt Strobel einen Kreuz- und Innenbandriss im linken Knie, erst im November kehrte er in den Kader seines Klubs zurück.

In Zukunft will er mehr Wert auf seine Gesundheit legen.

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