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Stimmen zum 21. Spieltag der Bundesliga

Müller kritisiert: "Haben uns unserer Stärken beraubt"

09.02.2020 20:56
Thomas Müller gab sich nach dem 0:0 zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig selbstkritisch
© Frank Hoermann/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Thomas Müller gab sich nach dem 0:0 zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig selbstkritisch

Abstiegssorgen bei Werder Bremen und Hertha BSC, Frust beim FC Schalke 04 und jede Menge Aufregung bei BVB und Bayer Leverkusen sowie das mit Spannung erwartete Top-Spiel zwischen dem FC Bayern München und RB Leipzig: Der 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga hatte es in sich. Das spiegelt sich auch in den Stimmen zu den Partien wider.

FC Bayern vs. RB Leipzig 0:0

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München): "Das 0:0 ist am Ende gerecht. Die erste Halbzeit hat mir sehr gut gefallen von meiner Mannschaft, besonders mit den ersten 25 Minuten war ich sehr zufrieden. Danach ist uns etwas die Seriösität abhandengekommen, wir hatten auch Glück. Es ist ein harter Weg, dieses Jahr Meister zu werden."

Thomas Müller (FC Bayern München): "Heute war viel drin, aber irgendwie auch nichts. Wir haben es verpasst, aus diesem Spiel unser Spiel zu machen. Das Problem war, dass beide Mannschaften mit diesem 0:0 irgendwie leben konnten. Am Ende wollte keiner das absolute Risiko gehen, wir selbst haben uns dadurch unserer Stärken beraubt."

David Alaba (FC Bayern München): "Wenn man sich das ganze Spiel anschaut, fühlt es sich schon irgendwie wie eine Niederlage an. Aber ich denke, dass es im Großen und Ganzen in Ordnung geht. Es ist ja nicht viel passiert. Wir sind noch immer da, wo wir sein wollen. Es ist aber noch ein weiter Weg."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Ich bin mit unserem Auftritt grundsätzlich zufrieden. In der zweiten Hälfte hatten wir die deutlich klareren Chancen und hätten die Partie sogar gewinnen können. Wir waren mutig, haben hoch verteidigt und hatten einen guten Zugriff auf die Partie."

Timo Werner (RB Leipzig) ...

... über seine vergebene Top-Chance: "Gar keine Frage: In solch einem Spiel muss man so eine Möglichkeit nutzen. Den muss ich machen."

... über das Spiel: "So wie wir am Anfang gespielt haben, war es nur eine Frage der Zeit, bis wir ein Gegentor bekommen. Doch dann haben wir das gemacht, was der Trainer von uns wollte und sogar Chancen gehabt. Wir haben gekämpft und uns den Punkt verdient"

... über Leipzigs Aussichten im Titel-Kampf: "Wir hatten zuletzt sehr, sehr harte Spiele. Wir haben deswegen, denke ich, zwei Punkte gewonnen mit den letzten beiden Partien - und sicherlich woanders auch schon Punkte liegen gelassen. Jetzt sind wir Zweiter, können von hinten angreifen. Vielleicht schaffen wir es dann auch noch."

Bayer Leverkusen vs. Borussia Dortmund 4:3

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir müssen das Spiel mit mehr Geduld besser kontrollieren, nicht immer nur nach vorne. Ich habe die Tore nicht alle im Kopf. Fakt ist: Wir bekommen vier Tore auswärts. Es ist schwer. Wir haben gegen einen guten Gegner verloren. Nicht verdient, aber die haben gewonnen. Nur das Ergebnis zählt."

... zur Bedeutung für das Meisterschaftsrennen: "Ich will nicht mehr darüber sprechen. Ich sage von Beginn an, wir nehmen Spiel für Spiel. Hören wir auf, darüber zu sprechen. Es bringt nicht viel. Wir müssen uns auf das nächste Spiel vorbereiten, der Rest interessiert uns nichts."

... zur Kritik an seiner Person nach dem Pokal-Aus (vor dem Spiel): "Das ist seit Monaten so. Das weiß ich, da kann ich gut mit leben. Sie sprechen wahrscheinlich von Haaland. Wir haben mit der gleichen Mannschaft angefangen, die auch gegen Leipzig gespielt hat. Es war natürlich geplant, dass er kommt. Er ist wichtig, aber er hat in dem Spiel zuvor von Beginn an gespielt. Wenn Sie sich erinnern: Sancho hat zu Beginn zwei Monate nicht in der Startelf gespielt. Das wird für Haaland nicht der Fall sein, er wird viel spielen."

... zum Fitnesszustand von Haaland (vor dem Spiel): "Er ist okay. Er kann gut arbeiten und hat im Training die letzten Wochen normal mitgemacht. Aber es war eine englische Woche. Es war mein Plan, schon vor dem Spiel in Bremen, dass er heute startet."

Sebastian Kehl (Leiter Lizenzspielerabteilung Borussia Dortmund) vor dem Spiel ...

... auf die Frage, ob ihm ein Stein vom Herzen fällt, dass Haaland in der Startelf steht: "Ja. Wir hatten am Dienstag natürlich Diskussionen. Der Trainer hat sich danach Gedanken gemacht und heute spielt er, weil er fit ist. Er hatte es von Dienstag an geplant. Der Junge ist in einer Phase, wo er ein paar Verletzungen hatte. Heute wird er uns helfen, wir sind froh, dass er auf dem Platz steht."

... zur Kritik an Favre für die Aufstellung im DFB-Pokal: "Wir hatten eine Diskussion. Im Nachgang ist man immer schlauer. Hätte man ihn (Haaland, d. Red.) von Anfang an gestellt, wäre das Spiel vielleicht anders gelaufen, aber wir wollen nicht mehr zurückschauen. Wir sind in der Liga gut gestartet und wollen heute mit drei Punkten womöglich diesen Weg weiter bestreiten. Das DFB-Pokalspiel können wir leider nicht mehr ändern. Der Trainer trifft die Entscheidungen. Natürlich macht er sich im Nachgang viele Gedanken, deswegen hat er heute diese Formation gewählt."

... zu Haaland: "Er hat einen überragenden Lauf. Drei Spiele, sieben Tore. Er ist hervorragend angekommen in der Mannschaft, aber auf in der Liga. Ich glaube, der Respekt bei den Mannschaften ist sehr groß. Das tut uns natürlich sehr gut. Er ist nicht richtig zu packen. Er ist unglaublich schnell, hat einen Körper, einen großen Willen und im Moment auch eine große Portion Selbstvertrauen. Das braucht man als Stürmer."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Das tut weh. Das ist sehr enttäuschend, weil wir bis zu 80. Minute ein gutes Spiel gemacht und bis dorthin verdient geführt haben. Dann sind wir in den entscheidenden Momenten einfach zu passiv gewesen und haben Leverkusen gestattet, das Spiel noch zu drehen und zu gewinnen. Wir haben die vier Gegentore zu einfach weggegeben. Das begleitet uns schon ein bisschen länger. Wir bekommen zu viele Gegentore. Deswegen stehen wir nicht besser da und haben die Probleme."

... zu den Problemen bei Auswärtsspielen: "Es ist offensichtlich. Zu Hause sind wir eine absolute Macht. Es ist ein Teil unseres Problems, dass wir es auswärts nicht schaffen, das Spiel einzutüten und zu killen."

... zur Frage, ob die Niederlage doppelt bitter ist mit Blick auf den Meisterschaftskampf: "Ja. Das kann man so sagen. Wir haben heute verloren. Man braucht nur einen Blick auf die Tabelle werfen. Dann weiß man, dass das heute ein wichtiges Spiel war um die Champions-League-Plätze, aber auch um ganz nach oben zu schauen. Es ist mir jetzt zu früh, über den Rest der Saison zu sprechen. Wir müssen erst einmal sehen, dass wir weniger Gegentore bekommen."

Emre Can (Torschütze Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir haben zu einfache Gegentore kassiert. Ich bin erst seit kurzem dabei, die Mannschaft hat viel Potenzial, aber muss noch eins lernen: Wenn man in Führung geht, muss man - auf gut Deutsch gesagt - dreckiger sein: manchmal ein Foul spielen, besser verteidigen. Heute war es genau das Spiel, was man über Dortmund sagt: man führt, spielt schönen Offensivfußball, aber defensiv müssen wir alle zusammen besser stehen. Ich meine damit die gesamte Mannschaft, von vorne bis hinten. Das müssen wir lernen. Wir haben vier Tore kassiert, so gewinnt man keine Spiele. Erst einmal musst du gut verteidigen."

... zur Situation vor dem 3:3: "Ich habe versucht, irgendwie dranzukommen. Ich habe ihn (Bailey, d. Red.) nicht gesehen, ich kann auch nur klären. Blöd gelaufen."

... zur Bedeutung des Spiels für den Titelkampf: "Das war ein Rückschlag, aber die Saison ist noch lang, es kann noch viel passieren. Ich glaube an diese Mannschaft, ich sehe das im Training in der kurzen Zeit. Sie haben enormes Potenzial."

... zu seinem eigenen Einfluss: "Ich werde mein Bestes geben, um der Mannschaft zu helfen. Ich werde mich reinwerfen. Heute war es nicht einfach für mich, ich habe lange nicht gespielt. Das soll keine Ausrede sein, ich kann besser spielen, ich kann der Mannschaft besser helfen. Es wird in der Zukunft kommen."

Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen)

... zur Stimmung in der Kabine: "Da war die Hölle los, aber auch auf dem Platz. Das Gefühl ist einfach geil. Das macht Spaß. Wir genießen das, das war ein geiles Spiel. Vor allem die Art und Weise. Dafür spielen wir Fußball. Jetzt möchte ich so schnell wie möglich wieder in die Kabine, um mitzufeiern."

... zum Spiel: "Ich hatte nie das Gefühl, dass das Spiel vorbei ist. Auch als sie geführt haben. Klar war das im ersten Moment ein Rückschlag, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es vorbei ist. Kai sagte nach seiner Großchance, dass er den reinmachen hätte können. Ich habe gesagt: 'Junge, glaube mir, wir bekommen noch eine Chance.'"

... zu Lars Bender: "Er ist einfach ein Typ, der vorangeht, der nie aufhört und immer kämpft. Er zieht die anderen mit. Wir brauchen ihn auf jeden Fall."

... zur Frage, ob Leverkusen wieder oben dran ist: "Sieht so aus, oder? Das Spiel war von den Punkten her brutal wichtig, dass wir oben dranbleiben. Jetzt müssen wir weitermachen. Wir feiern noch ein bisschen den Sieg und danach konzentrieren wir uns auf das nächste Spiel."

Kevin Volland (Doppeltorschütze Bayer 04 Leverkusen) ...

... zum Spiel: "Erstmal fühlt man sich natürlich sehr gut. Man kann es gar nicht so richtig fassen. Es war ein Wahnsinnsspiel. Da waren sehr viele Emotionen dabei. Wir haben viele Chancen liegen lassen zuletzt. Trotzdem macht man immer weiter als Stürmer. Die Möglichkeiten kommen immer wieder und dann auch solche Spiele wie heute."

... zur Dreierkette: "Wir wollten Dortmund ein wenig überraschen. Sven Bender ist in der zweiten Halbzeit ins Mittelfeld gerückt, dadurch haben wir wieder Zugriff bekommen. Das war ein Schlüssel für den Schlussspurt."

... zur Ausgangslage in der Bundesliga: "Wir schauen auf uns. Für uns war das extrem richtungweisend und wichtig, dass wir dranbleiben. Wenn wir das verlieren, ist man erst einmal hinten dran und man muss viel investieren, dass man wieder an die Champions-League-Plätze herankommt."

... zu Haaland: "Man verfolgt die Spiele. Er macht das sehr, sehr gut. Heute war er auch phasenweise gefährlich, aber unsere Abwehr hat das heute gut gemacht. Er wird noch einige Hütten machen. So ein Spieler tut der Bundesliga gut."

Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen) ...

... zum Spiel: "Ich bin sehr stolz. Wir haben gegen einen sehr guten Gegner gespielt, es ist sehr schwierig, da Zugriff zu bekommen. Die Mannschaft hat eine Riesenmentalität, einen Riesenwillen gezeigt. Wir haben vorher Spiele mit viel mehr Großchancen gehabt. Heute gab es nicht so viele, trotzdem sind vier reingegangen. Das ist auch manchmal Fußball, das kann ich nicht erklären. Verrückt."

... zu Lars Bender: "Ich habe kurz vor dem Tor mit ihm gesprochen, ob er noch weitermachen kann, weil er verletzt war. Er sagte, gib mir noch eine Minute. Wir haben gesehen warum."

... zur Bedeutung des Spiels für die Champions-League-Plätze: "Wir haben uns heute wieder ein bisschen näher herangeschoben. Nicht mehr. Das war super heute. Wir müssen auch feiern, das haben wir auch in der Kabine gemacht. Das war das erste Mal, dass ich gegen Dortmund gewonnen habe seit ich da bin. Aber das sind nur drei Punkte."

Mats Hummels (Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Das Wichtigste für uns ist, bei Führungen nicht passiv zu werden. Wir haben wirklich ein gutes Spiel hingelegt. In meinen Augen ist es relativ schmeichelhaft für Bayer, dass wir nur mit einem Tor geführt haben. Wir hatten ein sehr überlegenes Auswärtsspiel. Aber ab der 70., 75. Minute sind wir sehr passiv geworden und haben uns in der eigenen Hälfte einschnüren lassen. Wir wissen, dass das so ist, aber bekommen es leider nicht abgestellt. Mehr kann ich dazu nicht sagen."

... zur Situation: "Wir können eine internationale Topmannschaft sein, aber das sind wir nicht, wenn wir dem Gegner jedes Mal wieder das Spiel überlassen während eines Spiels. Die ganz großen Mannschaften schaffen es über fast 90 Minuten, das Spiel zu diktieren, Sowohl mit dem Ball als auch gegen den Ball. Da müssen wir noch ein bisschen besser werden."

... zur Forderung von Emre Can, "dreckiger" zu spielen: "Generell können wir ein Ticken härter verteidigen, aber ich fand das heute nicht so schlecht. Wir sind gut in die Zweikämpfe rein. Dann kam irgendwann der Moment, in dem wir gehofft haben, dass das Spiel gleich vorbei ist. Wenn man das hofft, dann geht's schief."

Simon Rolfes (Sportdirektor Bayer 04 Leverkusen) vor dem Spiel ...

... über Neuzugang Edmond Tapsoba: "Ein großer Spieler, kopfballstark. Er hat ein gutes Aufbauspiel und in den letzten Monaten eine bemerkenswerte Entwicklung in Portugal gemacht. Er ist immer für ein Tor gut."

... über Kai Havertz: "Er ist mit seiner Qualität eine zentrale Figur unseres Spiels. Absolut aufstrebende Form in der Rückserie. Er ist wieder torgefährlich, immer auch in der Box beim Gegner präsent. Er ist ein absoluter Topspieler für unsere Mannschaft."

Werder Bremen - Union Berlin 0:2

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): ...

... zum Spiel: "Union Berlin hat sehr clever gespielt, sehr kompakt gestanden und aggressiv verteidigt. Wir sind rein fußballerisch gescheitert an unserer Konterabsicherung, die war in der zweiten Halbzeit unterirdisch. Wir sind an zu wenig Zug zum Tor gescheitert und auch daran, dass wir es heute nicht erzwingen wollten. Wir haben es insgesamt einfach nicht geschafft, Zug in das Spiel zu bekommen. Das war eine lahme Veranstaltung. Wir wollten Feuer hier haben, das haben wir nicht geschafft und das ist das Grundproblem."

... zur Situation: "Insgesamt ist es wirklich nicht gut, was wir in der Liga machen. Ich habe es fast schon gemerkt, als wir auf dem Weg zum Stadion waren, irgendwie war wieder etwas ein bisschen anders. Es war wieder langsam, es war wieder auf Sicherheit bedacht im Angriff, anstatt da wirklich mutig zu sein und ins Gegenpressing zu kommen. Diesen Rucksack schleppen wir momentan mit uns herum."

... zum Leistungsunterschied im Vergleich zum Pokal-Spiel: "Ich glaube nicht, ob es eine Frage von Selbstvertrauen ist, sondern eher eine Frage von Handeln. Sich auf kleine Handlungen zu konzentrieren. Das ist etwas, was wir momentan nicht haben, was wir am Dienstag hatten. Womit wir auch klar sagen müssen: Es ist nicht so, dass wir das nicht können. Man kann Wettbewerbe trennen, aber nicht Leistungen."

... zur Aussage von Marco Bode, dass es bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg geht: "Das hätte ich nicht gebraucht. Das wussten wir vorher. Wir sind in einer dramatischen Situation in der Liga. Weil wir lange nicht gepunktet haben, die Heimspiele nicht gewinnen und es nicht schaffen, gewisse Dinge zu erzwingen. Wir haben es mit uns machen lassen."

Frank Baumann (Sportdirektor Werder Bremen): "Wir haben trotzdem die volle Überzeugung in Florian. Er ist ein sehr, sehr guter Trainer und wir würden mit keinem anderen Trainer an der Seitenlinie eine bessere Situation haben oder besseren Fußball spielen. Deswegen gehen wir den Weg mit ihm weiter."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Das Team hat solidarisch gearbeitet und eine reife Leistung gezeigt. Weil wir unseren Plan umgesetzt haben, war unser Sieg über 90 Minuten gesehen auch verdient. Speziell in der zweiten Halbzeit waren wir sehr effektiv."

Marius Bülter (Doppeltorschütze 1. FC Union Berlin) ...

... zum Spiel: "Wir hatten schon in der ersten Halbzeit ein paar Möglichkeiten, in denen wir es nicht konsequent genug ausgespielt haben. Das hatten wir uns für die zweiten Halbzeit vorgenommen. Wir wussten, dass Bremen den Druck wahrscheinlich erhöht und sich dadurch Räume ergeben. Die haben wir dann ganz einfach genutzt."

... zu seinem zweiten Tor: "Ich habe gesehen, dass der Ball kommt und bin volles Risiko gegangen. Ein bisschen glücklich, aber ich habe direkt gesehen, dass der Ball drin war."

SC Freiburg - TSG Hoffenheim 1:0

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war ein enges und umkämpftes Spiel. Ein Unentschieden wäre wahrscheinlich gerechter gewesen. Der Sieg war extrem wichtig für die Psyche, die Tendenz vorher war schließlich nicht so gut."

Alexander Schwolow (Torhüter SC Freiburg): "Ich habe schon gehört, dass er (Joachim Löw, d. Red.) da war. Aber alles gut. Ich freue mich einfach, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben, die giftigere Mannschaft waren und die drei Punkte hier behalten haben."

Jochen Saier (Sportvorstand SC Freiburg): "Schwoli (Alexander Schwolow, d. Red.) hat uns heute ein Stück weit gerettet. Er hält zwei, drei Bälle richtig gut. Da können wir uns heute bei ihm bedanken."
 

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir haben eigentlich ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Die Spieler haben den Plan umgesetzt. Aber das Gegentor darf uns nicht passieren. Wir sind gut, aber nicht gut genug."

Schalke 04 - SC Paderborn 1:1

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Es war das erwartet schwere Spiel. Es war keine gute erste Halbzeit von uns, es fehlte die Zielstrebigkeit. Die zweite war viel besser, die Jungs haben sich die Müdigkeit aus den Beinen gelaufen, wir sind verdient in Führung gegangen und hatten Chancen, mehr Tore zu erzielen. Am Ende sind wir enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben."

Ahmed Kutucu (Torschütze FC Schalke 04): "Natürlich kann man sich nicht so richtig freuen, weil wir den Sieg nicht geholt haben. Es ist immer noch ein Unentschieden. Man darf nicht überbewerten, dass man ein Tor geschossen hat. Man muss einfach weitermachen. Man hat gesehen, dass die Frische ein bisschen gefehlt hat."

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Wir freuen uns, dass wir einen Punkt mitnehmen durften. Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt, wir hätten konsequenter zum Tor gehen müssen. In der zweiten Halbzeit hat Schalke mehr Druck gemacht. Wir nehmen den Punkt gerne mit, freuen uns aber am meisten über unsere Leistung."

Hertha BSC - FSV Mainz 05 1:3

Jürgen Klinsmann (Trainer Hertha BSC): "Wir kamen überhaupt nicht ins Spiel. Es fühlte sich von Anfang an so an, als ob die Köpfe bei den Jungs unglaublich schwer waren. Dann zieht der Körper natürlich nicht so nach. Natürlich hat das was mit den 120 Minuten unter der Woche zu tun. Das ist keine Entschuldigung, das ist einfach eine Tatsache, dass da körperlich alles abverlangt wurde. Aber vor allem auch in den Tagen danach, was sich in den Köpfen abgespielt hat, das saß alles drin. Da kann man der Mannschaft keinen Vorwurf machen, die Frische hat gefehlt. Deswegen wurde es eine ganz, ganz zähe Angelegenheit. Erst einmal das Spiel abhaken. Ich habe den Spielern zwei Tage frei gegeben, damit sie sich im Kopf ein bisschen frei machen."

Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC): "Wir haben nicht so ins Spiel gefunden wie in den letzten Spielen. Wir haben keinen Druck nach vorne entwickelt, wenig Ideen gehabt. In der zweiten Halbzeit war es vom Gefühl her besser, aber auch das war heute leider zu wenig. Wir müssen daraus die richtigen Schlüsse ziehen."

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Wir sind richtig froh, dass wir die drei Punkte einfahren konnten. Wir haben das System verändert und standen kompakt. Wir wollten anlaufen und früh stören. Da hatten wir immer wieder Balleroberungen und haben nur ganz wenig zugelassen. Die Mannschaft hat alles reingeschmissen, alles investiert und hat sich dann diesen Sieg geholt. Die drei Punkte tun wahnsinnig gut."

Rouven Schröder (Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05): "Man sagt die Mainzer selig in den Abgrund. Das ist Motivation genug, wenn so etwas geschrieben wird. Die Mannschaft hat zusammengestanden und sehr mannschaftsdienlich gespielt. Wir sind Bundesliga, im elften Jahr. Wir müssen uns nicht verstecken."

VfL Wolfsburg - Fortuna Düsseldorf 1:1

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Pomadig, träge - alles, was wir uns vorgenommen haben, war weg. Das war keine gute erste Halbzeit von uns. Nach klaren Worten hat die Mannschaft dann gezeigt, was sie kann. Es gilt die Antwort darauf zu finden, warum wir nicht von Anfang an so im Spiel waren wie in der zweiten Halbzeit."

Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): "Natürlich spielt man für den Sieg und die drei Punkte. Der Spielverlauf ist nicht so wie erhofft und geplant. Die erste Halbzeit war nicht gut, in der zweiten Halbzeit passiert direkt diese Szene mit der Roten Karte und man weiß, dass es nicht leichter wird. Wir haben das in der zweiten Hälfte trotzdem gut gemacht und waren mit einem Mann weniger die bessere Mannschaft. Am Ende ist es enttäuschend, dass man die drei Punkte nicht holt."

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wir müssen lernen, uns zu belohnen. Wir müssen lernen, den Mut zu behalten. In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass die Mannschaft in der Liga lange nicht gewonnen hat. Der Platzverweis für Wolfsburg war nicht gut für uns."

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