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"Home Sweet Home": Nächster Joshua-Kampf in London?

07.02.2020 08:22
Anthony Joshua will in London kämpfen
© Valery Sharifulin via www.imago-images.de
Anthony Joshua will in London kämpfen

Anthony Joshua träumt zwar davon, irgendwann einmal einen zweiten "Rumble in the Jungle" auf die Beine zu stellen. Der nächste Kampf des Schwergewichts-Weltmeisters findet aber aller Voraussicht nach in Good Old England statt - und zwar im Stadion eines bekannten Premier-League-Klubs.

"Er möchte im Juni in London kämpfen. Wir sind kurz davor, das zu realisieren", verriet Joshua-Promoter Eddie Hearn bei "Sky Sports News". Das Stadion des englischen Fußball-Klubs Tottenham Hotspur im Norden der Hauptstadt sei in puncto Schauplatz der heißeste Kandidat. "Darum hat mich Anthony gebeten und das werden wir ihm liefern", so Hearn.

Joshua muss seinen IBF-Titel (der Brite hält zudem auch die Gürtel von WBA und WBO) gegen Pflichtherausforderer Kubrat Pulev verteidigen. Im Tottenham-Stadion könnte er dies vor 62.000 (biergeschwängerten) Briten tun.

"Vergiss die anderen Angebote, bring mich nach Hause"

"Wir hatten Angebote aus dem fernen Osten, dem Nahen Osten, Afrika, Amerika und der Türkei", sagte Hearn. Joshua aber will unbedingt in London boxen.

"Ich war im Madison Square Garden, ich war in Saudi-Arabien. Vergiss die anderen Angebote, bring mich nach Hause", habe sein Schützling von ihm gefordert, so Hearn.

Pulev reagierte umgehend auf die Aussagen des Promoters und stichelte Richtung Joshua: "Beruhige dich, Champ. Ich sehe, dass du Angst hat, weg von deinem Zuhause zu kämpfen. Und damit liegst du genau richtig, haha!" Er sei bereit, nach London zu kommen, ergänzte der Bulgare, "um dich vor deinen eigenen Fans zu schlagen. Bis dahin sollte Mr. Hearn aber nicht zu voreilig sein, denn noch haben wir keinen Deal."

Joshua hatte 2019 seinen Titel in New York sensationell an den Amerikaner Andy Ruiz Jr. verloren. Im Dezember gelang dem 30-Jährigen in Saudi-Arabien die Revanche.

Joshua droht Titelverlust

Gegen Pulev prophezeien Joshua die meisten Beobachter leichtes Spiel. Der 38-jährige Bulgare ist seit seiner vernichtenden K.o.-Niederlage 2014 gegen den damaligen Schwergewichts-König Wladimir Klitschko zwar in acht Kämpfen ungeschlagen - überzeugen konnte die "Kobra" bei ihren letzten Ring-Auftritten aber nicht.​

Unklar ist noch, ob Joshua für den Kampf gegen Pulev einen seiner Gürtel abgeben muss. Denn auch die WBO hat "AJ" einen Pflichtherausforderer vorgesetzt. Der Verband hatte Joshua nach seinem Sieg über Ruiz eine Frist von 180 Tagen gesetzt, um den WBO-Titel gegen den früheren Cruisergewichts-Zaren Oleksandr Usyk zu verteidigen. Andernfalls, so die Krawattenträger der Drei-Lettern-Organisation, müsse man Joshua den Titel entziehen.

Da Usyk aber ebenfalls bei Hearn unter Vertrag steht, hofft Hearn die Sache "außergerichtlich" zu regeln. Der Ukrainer könnte zunächst einen Zwischenkampf bestreiten und dann im Herbst gegen Joshua boxen. Im Gespräch ist ein Kampf zwischen Usyk und dem früheren WM-Herausforderer Derek Chisora.

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