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Erstmals seit 2010: Weder Barca noch Real im Halbfinale

07.02.2020 08:37
Lange Gesichter beim FC Barcelona
© AFP/AFP/ANDER GILLENEA
Lange Gesichter beim FC Barcelona

Zinédine Zidane war einfach nur "traurig", sein Kollege Quique Setien verstand die Fußball-Welt nicht mehr: Der historische Doppel-K.o. von Real Madrid und des FC Barcelona im Viertelfinale des spanischen Königspokals hat nicht nur die Trainer schockiert.

Das Real-Hausblatt "Marca" schimpfte auf den "verfluchten Wettbewerb", "AS" berichtete von einer "tragischen Nacht". "Grausam", titelte "Sport" in Barcelona, "Schande" schrieb "L'Esportiu".

Es ereignete sich in der Tat Historisches. Erstmals seit dem 29. Mai 1955, als Real im Halbfinale am FC Sevilla und Barca an Athletic Bilbao scheiterten, schieden beide Klubs an einem Tag aus.

Erstmals seit 2010 fehlen in der Vorschlussrunde gleich beide Platzhirsche. Stattdessen spielen dort Real Sociedad, das 4:3 in Madrid gewann, Bilbao (1:0 gegen Barca), Granada und Zweitligist Mirandes.

"Ich bin traurig, es tut weh", sagte Zidane, aber: "Die Botschaft lautet: weitermachen. Wir werden nichts von dem ändern, was wir tun wollen."

"Marca" gab dem Coach die "Schuld", weil er in seinem auf sieben Positionen veränderten Team neben Toni Kroos auf Edelreservisten wie James oder Marcelo setzte. Das Resultat: Erstmals musste Real unter Zidane vier Gegentore hinnehmen, drei davon durch die Dortmund-Flops Alexander Isak (2) und Mikel Merino.

Pokal-Aus für Barca der Tiefpunkt einer turbulenten Woche

Barcas Aus dagegen war Pech - zumindest laut Coach Setien. "Alles war gut außer dem Ergebnis", sagte er, Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen habe "keine einzige Parade zeigen" müssen.

Das Pokal-Aus war für die Katalanen der Tiefpunkt einer turbulenten Woche, in der sich Superstar Lionel Messi ein öffentliches Verbalduell mit Sportdirektor Eric Abidal geliefert hatte.

Schon wird wieder spekuliert, dass Messi (Vertrag bis 2021) Barca verlassen könnte. Manchester City mit Ex-Barca-Coach Pep Guardiola will angeblich all seine finanziellen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Argentinier nach England zu locken.