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Leistung "weckt natürlich Interessenten"

"Kommt, wie es kommt": Werner vermeidet Treuebekenntnis

03.02.2020 08:13
Timo Werner kann sich einen Abschied aus Leipzig vorstellen
© Roger Petzsche via www.imago-images.de
Timo Werner kann sich einen Abschied aus Leipzig vorstellen

Nationalspieler Timo Werner hat ein Treuebekenntnis zu seinem Verein RB Leipzig erneut vermieden. "Wenn man mit 23 Jahren im bisherigen Saisonverlauf 20 Tore erzielt hat, weckt das natürlich Interessenten", sagte der Stürmer im Interview des Fachmagazins "kicker".

"Das ist klar. Aber Stand jetzt mache ich mir keine Gedanken, was in der Zukunft passiert." Werner hatte seinen Vertrag bei den Sachsen, die am Wochenende die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga an den FC Bayern abgeben mussten, erst im vergangenen August bis 2023 verlängert.

"Was sagt man, wenn in zwei Wochen ein Verein kommt, der einen unbedingt haben möchte, der ein Anwärter auf den Gewinn der Champions League ist und ein Super-Angebot unterbreitet?", fragte Werner. "Dann macht sich wahrscheinlich jeder Spieler Gedanken. Karriereplanung ist in meinen Augen immer relativ. Es kommt, wie es kommt - und dann muss man sich zum gegebenen Zeitpunkt damit auseinandersetzen."

Werner flirtet mit England und Spanien

Zwar habe er keine "konkreten" Ziele, dennoch sprach Werner über die Premier League und die spanische Liga. "Ich kann mir auf jeden Fall grundsätzlich vorstellen, irgendwann im Ausland zu spielen, aber ich habe kein konkretes Ziel, wo ich auf jeden Fall einmal hinmöchte. Ich bin offen für alles. Ich war zuletzt in Amerika im Urlaub, da lief durchgehend englischer Fußball. Das ist schon ein Ausrufezeichen für die Premier League. Aber auch in Spanien gibt es sehr namhafte und große Mannschaften, in denen es sicher Spaß macht, zu spielen."

Weiterhin äußerte sich Werner zum Titelkampf mit dem FC Bayern und Co. "Wir als Mannschaft müssen in jeglicher Hinsicht lernen, was es bedeutet, oben zu stehen. Und wir müssen damit umgehen können", so Werner vor dem Topspiel gegen Spitzenreiter FC Bayern am 9. Februar. Werner äußerte sich dabei im Zusammenhang mit der Friseuraffäre, die für viel Unruhe gesorgt hatte.

"Wenn man im - ich sag das Wort eigentlich ungern - Titelrennen ist, wird man eben kritischer beäugt", betonte Werner, nachdem einige Spieler vor der Niederlage vor gut einer Woche bei Eintracht Frankfurt einen Star-Friseur ins Hotel hatten einfliegen lassen. RB führte damals die Tabelle noch an, rutschte nach dem 0:2 bei den Hessen und dem 2:2 am vergangenen Samstag daheim gegen Borussia Mönchengladbach mit einem Punkt Rückstand auf die Bayern aber auf den zweiten Platz ab.

Werner sieht FC Bayern und BVB im Vorteil

"Wenn wir nach einer durchwachsenen Saison Elfter wären, würde so ein Friseurbesuch wahrscheinlich weniger interessieren", meinte Werner. "Ich glaube aber nicht, dass der Friseurbesuch die Leistung am nächsten Tag beeinflusst hat und der Grund für unsere Niederlage in Frankfurt war."

Mit Blick auf die Münchner und den Tabellendritten Borussia Dortmund, der zwei Punkte hinter den Leipzigern liegt, sagte Werner, dass die beiden Vereine im Einzelspieler-Vergleich noch einmal eine höhere Qualität als RB Leipzig hätten, "auch wenn diese bei uns mittlerweile auch schon sehr hoch geworden ist. Wir müssen, wie schon in den ersten Bundesliga-Jahren, in diesen Topspielen mehr laufen und mehr kämpfen als der Gegner. Sonst können wir nicht gewinnen."

Bevor der Fight um die Meisterschale weitergeht, betonte der 23-Jährige, konzentriere er sich auf die bevorstehenden Aufgaben mit seinem Team, das am Dienstag im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Eintracht Frankfurt antritt. "Wir stehen jetzt vor wichtigen Spielen, die entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sind", sagte Werner. 

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