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Virus-Angst sorgt für Ausnahmezustand beim Tischtennis

30.01.2020 15:46
Die chinesischen Spieler sind aktuell in Magdeburg im Einsatz
© Revierfoto via www.imago-images.de
Die chinesischen Spieler sind aktuell in Magdeburg im Einsatz

Alle chinesischen Tischtennis-Nationalspieler sind vor und während ihrer Reise zu den German Open intensiv wegen des sich ausbreitenden Coronavirus untersucht worden, bestätigte der Weltverband ITTF am Spielort in Magdeburg.

"Die ITTF hat eng mit dem chinesischen Team zusammengearbeitet, um dessen Sicherheit und die Sicherheit anderer Spieler zu gewährleisten. Das chinesische Team hat auch strenge Vorschriften seiner Regierung zu befolgen", sagte der ITTF-Marketing-Direktor Matthew Pound.

Die dominierende Nation im Tischtennis ist noch bis zum 2. Februar mit je 14 Spielerinnen und Spielern bei dem deutschen Turnier der World-Tour-Serie aktiv. Dass sich ein Mitglied des Teams mit dem Coronavirus angesteckt haben könnte, halten alle Beteiligten in Magdeburg auch deshalb für sehr unwahrscheinlich, weil die komplette chinesische Nationalmannschaft vor ihrer Abreise nach Deutschland für mehrere Wochen im Trainingszentrum des Verbandes in Peking zusammengezogen worden war.

Umgang mit der Situation "sehr vorbildlich" 

Die chinesische Hauptstadt liegt rund 1100 Kilometer von der Stadt Wuhan entfernt, die als Ausgangspunkt des Virus gilt, an dem nach Angaben der chinesischen Gesundheitsbehörde schon mindestens 170 Menschen gestorben sind.

"Wir nehmen das Thema ernst", sagte der deutsche Sportdirektor Richard Prause dem "MDR". "Die chinesische Delegation geht mit der Gefahr aber sehr vorbildlich um. Hier wird täglich bei jedem Fieber gemessen, um bei den ersten Anzeichen reagieren zu können."

Entgegen sonstiger Gewohnheiten waren in den vergangenen Wochen auch keine europäischen oder anderen asiatischen Top-Spieler in China zu Gast. Zum einen fand direkt vor den German Open ein großes Olympia-Qualifikations-Turnier in Portugal statt.

Zum anderen lässt der chinesische Verband solche sonst üblichen Trainingsbesuche im Vorfeld der Olympischen Spiele in diesem Jahr in Tokio nicht zu.

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