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Frankfurt stichelt nach Funkel-Rauswurf gegen Fortuna

29.01.2020 15:33
Friedhelm Funkel wurde am Mittwoch bei Fortuna Düsseldorf entlassen
© Lars Baron, getty
Friedhelm Funkel wurde am Mittwoch bei Fortuna Düsseldorf entlassen

Mit Ironie hat Eintracht Frankfurt als nächster Gegner von Fortuna Düsseldorf auf die dortige Trennung von Trainer Friedhelm Funkel reagiert.

Die letzten vier Begegnungen gegen Fortuna habe die Eintracht alle gewinnen können, twitterte der hessische Fußball-Bundesligist: "Aber: Nachdem Düsseldorf den erfahrensten gegen den nun unerfahrensten Bundesligatrainer getauscht hat, gestaltet sich die Vorbereitung sicher nicht einfacher." Funkel war von 2004 bis 2009 Chefcoach in Frankfurt.

Der Nachfolger des 66 Jahre alten Trainer-Seniors, der seine Karriere nun beendet, ist Uwe Rösler. Der 51-jährige Ex-Profi arbeitete zuletzt beim schwedischen Ex-Meister Malmö FF. Funkel hatte am Mittwoch beim Tabellenletzten Düsseldorf gehen müssen. Die Frankfurter treten am Samstag (15:30 Uhr) in Düsseldorf an.

"Mach's gut, Friedhelm!", schrieb die Eintracht über ein Foto mit dem lächelnden Funkel. Und: "Vielen Dank für deinen über all die langen Jahre unglaublichen Einsatz an der Seitenlinie, Friedhelm!" Er saß in über 500 Bundesliga-Spielen auf der Bank.

Eintracht-Präsident nimmt Stellung

Zudem hat Präsident Peter Fischer verstaunt auf die Freistellung seines langjährigen Wegbegleiters Friedhelm Funkel als Trainer bei Fortuna Düsseldorf reagiert. "Ich kenne die Gesetze der Liga", sagte Fischer beim Sportbusiness-Kongress SPOBIS in Düsseldorf, "aber es hat mich überrascht, dass man drei Tage vor einem Bundesliga-Spiel den Stecker zieht." 

Bis zuletzt habe Funkel als "bester Trainer Düsseldorfs" und "Erfolgstrainer" gegolten, kritisierte Fischer, der grundsätzlich "kein Freund von Trainerentlassungen auf der Zielgeraden" sei, die Freistellung Funkels. "Die Statistik zeigt auch, dass das nicht das Allheilmittel ist", sagte der 63-Jährige.  

Vor dem Bundesliga-Spiel gegen die Fortuna warnte der Eintracht-Präsident trotzdem vor dem Trainereffekt: "Das ist mir ein Rätsel und bestimmt auch ein Stück weit Zufall", sagte Fischer, "aber wir hatten die Situation diese Saison gegen Mainz und gegen Köln und es ging zweimal schief. Aber aller guten Dinge sind drei, also geht es vielleicht am Samstag mal nicht schief."

Fischer verbindet mit Funkel eine enge Beziehung seit dessen Trainertätigkeit bei Eintracht Frankfurt (2004 bis 2009). 

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