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DSV-Stars wollen sich von Olympia-"Rucksack" befreien

28.01.2020 13:08
Hat seine dritte Olympia-Teilnahme im Blick: Marco Koch
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Hat seine dritte Olympia-Teilnahme im Blick: Marco Koch

Ex-Weltmeister Marco Koch und Lagen-Ass Philip Heintz können nach einem perfekten Start ins Olympia-Jahr schon ihre dritten Sommerspiele planen, für Weltmeister Florian Wellbrock und Co. sollte das Tokio-Ticket nur Formsache sein.

Bei den deutschen Beckenschwimmern ist der Run auf die Olympia-Startplätze in vollem Gange. "Der Kampf ist eröffnet", sagte Teamcoach Hannes Vitense. "Am Ende sollen und müssen die deutschen Meisterschaften als Höhepunkt stehen." Nach den nationalen Titelkämpfen vom 30. April bis 3. Mai in Berlin ist der Qualifikationszeitraum für die in London und Rio schwer geschlagenen deutschen Schwimmer vorbei.

Bis zu 30 Sportler werden im Team erwartet, das die Olympia-Tristesse endlich beenden soll. "Um konkret zu sein: Nach zwei medaillenlosen Olympischen Spielen im Beckenschwimmen wollen wir uns in 2020 von diesem Rucksack befreien. Aber ich bitte darum, uns im Ergebnis stets als Gesamtverband zu betrachten", sagte Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen. In Rio gewann Springer Patrick Hausding Edelmetall, in London Thomas Lurz für das Freiwasser-Team.

Für Wellbrock und seine Magdeburger Mitstreiterinnen Sarah Köhler und Franziska Hentke ist die Olympia-Qualifikation für Tokio im Normalfall kein Problem. Wellbrock ist als Doppel-Weltmeister von Südkorea natürlich die größte Hoffnung auf eine Medaille im Tokyo Aquatics Centre und im Odaiba Marine Park der Freiwasserschwimmer.

Heintz freut sich "wahnsinnig" auf Olympia

Heintz, der als Top-4-Athlet der WM wie das Trio um Wellbrock vornominiert ist und nur eine erleichterte Norm unterbieten musste, kann sicher für Japan planen. "Ich freue mich wahnsinnig, es fühlt sich genauso schön an wie beim ersten Mal 2012", frohlockte der 28-Jährige nach seinem Erfolg am Sonntag in Luxemburg über 200 Meter Lagen. In Rio 2016 war kein deutscher Schwimmer besser als er. Damals vergoss Heintz aber reichlich Tränen, weil er beim von Rekordsieger Michael Phelps gewonnenen Rennen eine überraschende Medaille verpasste.

Auch Koch darf sich auf seine dritte Olympia-Teilnahme freuen. Der Weltmeister von 2015 könnte die Sommerspiele zwar noch verpassen, wenn am Ende der Quali-Periode zwei andere deutsche Brustschwimmer über 200 Meter schneller sind als der 30-Jährige. Doch das wäre eine Riesenüberraschung. "Ich bin sehr glücklich, dass es gleich im ersten Anlauf funktioniert hat und ich nun zum dritten Mal Olympia erleben kann", sagte Koch. Mit der Rückkehr zu seinem früheren Trainer Dirk Lange setzte der Europameister von 2014 einen neuen Impuls.

Im Schatten der Leistungsträger sollen sich WM-Teilnehmer von 2019 und neue junge Athleten empfehlen. "Ich bin überzeugt, dass wir in Tokio mit einer breit aufgestellten Nationalmannschaft mit Routiniers und Olympia-Newcomern an die Erfolge der letzten Weltmeisterschaften anknüpfen können", prognostizierte Teamchef Bernd Berkhahn.

Das wäre auch wichtig für die kommenden Olympia-Zyklen. "Wir müssen versuchen, junge Talente für 2024 und 2028 zu begeistern", sagte Vitense. "Dazu müssen auch die Stars von heute nahbar sein. Der Funke muss überspringen für die neue Generation." Besonders gut geht das mit olympischen Medaillen.

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