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Selbstbewusster Zverev erwartet harten Fight mit Wawrinka

28.01.2020 12:03
Alex Zverev spielt bislang sehr starke Australian Open
© MICHAEL DODGE via www.imago-images.de
Alex Zverev spielt bislang sehr starke Australian Open

Alexander Zverev wird von Match zu Match besser, sein Selbstvertrauen immer größer. Bei den Australian Open rechnet er sich nun zum Kreis der Titelanwärter.

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung von Alexander Zverev ist so einfach wie richtig. "Jeder, der noch übrig ist, hat eine Chance", sagte er nach seinem ersten Einzug ins Viertelfinale der Australian Open. Und weil "übrig" auch ihn einschließt, ist für den 22 Jahre alten Hamburger klar: Er gehört zu denen, die den ersten Grand Slam des Jahres gewinnen können. "Ich habe keinen Grund, nicht selbstbewusst zu sein", betonte er vor seinem Duell gegen Stan Wawrinka, der Nummer 16 der Weltrangliste aus der Schweiz, am Mittwoch.

Sein 19. Grand Slam ist bislang Zverevs bester. Bereits bei den French Open in Paris hatte er 2018 und 2019 in der Runde der letzten Acht gestanden, in Melbourne aber beschritt er den Weg dorthin eindrucksvoll: mit starkem Aufschlag, variablem Spiel und bemerkenswerter Souveränität. Und vor allem: ohne Satzverlust. Vor Turnierbeginn, sagte der Weltranglistensiebte, habe er wirklich nicht "viel überlegt", wie weit er denn kommen können, seine Leistungen beim ATP Cup waren auch wirklich nicht dazu angetan, sich Hoffnungen zu machen.

Zverev mahnt vor Wawrinka

Aber dann: "Wurde es von Runde zu Runde besser." Im Achtelfinale gegen Jugendfreund Andrey Rublev (Russland), den er mit dreimal 6:4 souverän bezwang, war allein schon die Körpersprache von Zverev ein eindeutiges Signal an den Gegner: Deutschland Nummer eins bewegte sich wie einer, dem nichts passieren kann. Dabei hatte Rublev 15 Matches in Serie gewonnen, inklusive der Turniere in Doha und Auckland, und dabei laut Zverev "großartiges Tennis gespielt". In solchen Phasen habe ein Spieler das "Gefühl, dass man in den wichtigen Momenten immer weiß, was man tun muss", sagte er.

Was er da über Rublev sagte, kann Zverev nun von sich behaupten: Er spielt im Bewusstsein, auf alles eine Antwort zu haben auf dem Platz. Er weiß aber auch: Gegen Wawrinka ist der Einzug in das erste Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere alles andere als ausgemacht. Wawrinka, Grand-Slam-Gewinner in Melbourne (2014), Paris (2015) und New York (2016) sei ein "Champion", der ebenfalls wisse, was er tun müsse. Nein, mahnte Zverev, "es wird nicht leichter." Es ist ein Satz, den er nach jedem seiner vier Siege angebracht hat.

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