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Kontroverse Themen nicht ausgespart

Doku über Max Mosley feiert im März Premiere

24.01.2020 13:42
Max Mosley (l.) gemeinsam mit Bernie Ecclestone 1977 in Dijon
© MST
Max Mosley (l.) gemeinsam mit Bernie Ecclestone 1977 in Dijon

Im Frühjahr wird eine neue Dokumentation über den früheren FIA-Präsidenten und March-Mitgründer Max Mosley veröffentlicht.

Am 8. März feiert die Doku ihre Weltpremiere im Rahmen des Manchester Film Festival. Ein neuer Trailer bietet einen ersten Einblick in die Geschichte, die Mosley selbst anders erzählt hätte.

Mit all seinen "Fehlern und Schwächen" werde er in der Dokumentation dargestellt, schildert der Brite. Der Film würde auch Material beinhalten, das er selbst herausgeschnitten hätte, muss der 79-Jährige zugeben. Schließlich werden auch kontroverse Themen nicht ausgespart.

Teile des Films werden die Vergangenheit von Mosleys Vater Oswald kritisch beleuchten, der die britischen Faschisten vor dem zweiten Weltkrieg angeführt hatte. Ebenso wird der Skandal rund um die Veröffentlichungen von News of the World im Jahr 2008 eine Rolle spielen.

Eccestone und Co. sprechen über Ex-FIA-Boss

"Mosley" wurde von Michael Shevloff produziert, der zuvor bereits 2013 in einer Dokumentation die Sicherheit in der Formel 1 und die Rolle von Streckenarzt Sid Watkins beleuchtet hat ("One: Lebe am Limit").

Abgesehen von Mosley selbst kommen in dem Werk auch andere Größen der Königsklasse vor: Bernie Ecclestone, Jean Todt, Flavio Briatore und Gerhard Berger sprechen über den ehemaligen FIA-Präsidenten.

Ursprünglich sollte sich die Dokumentation über die Unfälle von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger 1994 in Imola und deren Auswirkungen auf die Sicherheit im Automobil drehen , schildert Mosley gegenüber "Motorsport-Total.com".

"Das ist eine interessante Geschichte, die nicht viele Menschen kennen. Und dann wurde es immer mehr ein Film über mich." Der Brite bestätigt, dass alle Aspekte seines Lebens beleuchtet werden, inklusive dem Skandal 2008. "Bernies Interview ist interessant, weil sie beleuchten, auf welcher Seite er stand, als die Geschichte rauskam."

Über zwei Szenen ist Mosley nicht glücklich

Die Zeitung von Rupert Murdoch veröffentlichte ein Video mit kompromittierendem Material, das Mosleys öffentliches Ansehen massiv schädigte. "Jemand hat mich gefragt, ob die Doku auch beinhaltet, wie Hitler ein Gast auf der Hochzeit der Eltern ist? Ja. Alle Schwächen und Fehler sind darin enthalten, was es für Außenstehende wohl interessanter macht."

Mosley betont, dass die Filmcrew auch zwei Szenen verwendet hat, die er selbst herausgeschnitten hätten. "Aber dann würde man dem Ganzen den Sinn absprechen - es muss schließlich unabhängig sein." Auch für Motorsportfans sei genügend Material dabei.

"Für Motorsportfans ist es deshalb interessant, weil viele alte Aufnahmen verwendet wurden. Manches über March habe ich schon wieder vergessen, oder gar nie gesehen." Der Film dauert insgesamt rund eineinhalb Stunden.

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