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Rallye Dakar fordert nächstes Todesopfer

24.01.2020 11:14
Edwin Straver hat seinen Unfall bei der Rallye Dakar nicht überlebt
© MST
Edwin Straver hat seinen Unfall bei der Rallye Dakar nicht überlebt

Die Rallye Dakar 2020 hat eine Woche nach ihrem Ende ein weiteres Todesopfer gefordert.

Der niederländische Motorrad-Privatfahrer Edwin Straver verstarb in der Nacht zum Freitag im Kreise seiner Familie an den Folgen seiner Verletzungen, die er sich am Donnerstag der vergangenen Woche bei einem Unfall während der elften Etappe zugezogen hatte. Straver wurde 48 Jahre alt.

Der KTM-Pilot hatte sich bei dem Sturz einen Halswirbel gebrochen, was zu einem Herzstillstand geführt hatte. Von Rettungskräften konnte Straver nach zehn Minuten zunächst wiederbelebt werden.

Anschließend wurde er in ein Krankenhaus in Riad gebracht und am Mittwoch in seine niederländische Heimat transportiert.

Schwere Hirnschädigungen durch den Herzstillstand

Dort stellte sich bei Untersuchungen heraus, dass Straver durch den Herzstillstand schwere Hirnschädigungen erlitten hatte. Daher entschied sich die Familie, die künstliche Beatmung zu beenden.

Der Unternehmer aus dem Nahe Den Haag gelegenen Rijswijk war erst spät zum Motorsport gekommen und das, was man einen klassischen Herrenfahrer nennt.

Erst 2018 war er im Alter von 46 Jahren seine erste Rallye Dakar gefahren, 2020 nahm er zum dritten Mal an der Wüstenrallye teil.

Straver kannte Gefahren der Rallye Dakar

Straver startete stets in der Original-Klasse, in der die Fahrer auf sich selbst gestellt sind und keine Mechaniker haben.

Die Veranstalter transportieren lediglich eine Kiste mit Werkzeug und wenigen Ersatzteilen ins jeweilige Biwak.

Straver war sich der Gefahr der Rallye bewusst. "Wenn du sie nicht akzeptierst, musst du zu Hause bleiben", sagte er nach dem Tod von Paulo Goncalves. "Ich bremse immer und fahre nicht über eine Düne, wenn ich nicht sehen kann, was dahinter folgt."

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