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Schwieriger Neustart für Hockey-Herren im Olympia-Jahr

23.01.2020 13:26
Kais Al Saadi träumt mit dem DHB-Team von einer Medaille
© Oliver Zimmermann via www.imago-images.de
Kais Al Saadi träumt mit dem DHB-Team von einer Medaille

Neuer Trainer, alte Probleme und ein großes Ziel: Die deutschen Hockey-Herren starten mit dem Auftakt der FIH Pro League ins Olympia-Jahr, Neu-Bundestrainer Kais al Saadi hofft direkt auf Erfolge fürs Selbstvertrauen. "Wir wollen hier voll auf Ergebnis spielen und versuchen, Spanien zu schlagen", sagte der 43-Jährige selbstbewusst vor den beiden Duellen beim Vize-Europameister in Valencia am Freitag und Samstag.

Al Saadi, der im November nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation das Trainer-Zepter von Interimscoach Markus Weise übernommen hatte, will die Auswahl des Deutschen-Hockey-Bundes (DHB) nach zuletzt enttäuschenden Großevents wieder an die Weltspitze heranführen. "Wenn wir anfangen, Spiele zu gewinnen", sagte er im Gespräch mit dem "SID", "dann kommt das Selbstvertrauen von allein zurück."

Allerdings werde sich noch zeigen, "wann und ob wir an die absolute Weltspitze herankommen werden", erklärte al Saadi: "Als neu zusammengestelltes Team müssen wir uns unser Selbstvertrauen hart erarbeiten."

In Spanien sind 27 Nationalspieler dabei, der Kampf um die begehrten Kaderplätze für Tokio ist in vollem Gange. "Alle wissen, worauf es ankommt. Das ist spürbar", sagte der langjährige Erfolgstrainer des UHC Hamburg. Der Kader sei stark, die Stimmung gut, mannschaftlich befinde sich das Team aber noch im Findungsprozess.

"Klar träumen alle von einer Medaille"

Zuletzt hatten die DHB-Männer bei Großveranstaltungen dreimal in Serie eine Medaille verpasst, in der Auftaktsaison der Pro League landete das deutsche Team auf Platz sechs. Rückstand gebe es laut al Saadi noch bei der "Ausdauer und den Bereichen, wo die ganz heißen Spiele entschieden werden."

Dazu zählen die Rücksichtslosigkeit im Kreis, die Effizienz im Tor, die Härte in den Zweikämpfen und die Ecken - alles Baustellen, an denen man gut arbeiten könne. Der Hamburger ist zuversichtlich: "Wir haben zwar wenig Zeit, werden aber trotzdem schnell aufschließen."

Und dann bei den Sommerspielen in Japan die fünfte deutsche Medaille nacheinander holen? "Derzeit haben wir ganz andere Themen", sagte al Saadi: "Klar träumen alle von einer Medaille, aber der Kreis von Anwärtern ist groß." Manchmal sei es vorteilhaft, aus "einer selbstbewussten Außenseiterrolle" zu kommen.

Zuvor steht die Pro League mit neun Teilnehmern als ideale Vorbereitung mit Spielen gegen die weltweit besten Teams auf dem Programm. Also viele Gelegenheiten für al Saadi und seine Mannschaft, um an der Olympia-Form zu feilen.

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