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Ehemalige Bundesliga-Profis im Rampenlicht

Gladbach-Held knipst doppelt - Ex-Frankfurter sensationell

22.01.2020 18:35
Relegationsheld in Gladbach: Igor De Camargo
© Vincent Kalut via www.imago-images.de
Relegationsheld in Gladbach: Igor De Camargo

Viele bekannte Gesichter aus der Bundesliga spielen weitgehend unbeachtet von den deutschen Medien im Ausland. Heute im sport.de-Rampenlicht: ein Gladbach-Relegationsheld in Torlaune, ein Stürmer-Flop des FC Augsburg in Top-Form und ein ehemaliger Profi von Eintracht Frankfurt, der mit seiner Mannschaft in La Liga für eine Sensation sorgte.

Die meisten Bundesliga-Fans werden ihn wohl nur noch bedingt im Gedächtnis haben. Doch für die Anhänger von Borussia Mönchengladbach ist Igor de Camargo eine echte Legende. Dafür hat der gebürtige Brasilianer, der als Nationalspieler neun Mal für Belgien auflief, durch seinen am Niederrhein legendären Siegtreffer in der Nachspielzeit des Relegations-Hinspiels 2010/2011 gegen den VfL Bochum selbst gesorgt.

Die Gladbacher hielten die Klasse und sich seitdem von den Abstiegsrängen fern. Und auch de Camargo hat heute nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.

Mit seinem aktuellen Verein KV Mechelen kämpft der Stürmer um einen Platz in den belgischen Meister-Playoffs - und traf am Wochenende im wichtigen Duell mit Standard Lüttich doppelt. Dass Mechelen gegen den zehnmaligen Titelträger trotzdem 2:3 verlor, lag also nicht an de Camargo.

Der 36-Jährige ist trotz seines fortgeschrittenen Fußballer-Alters immer noch topfit. "Wenn du in dem Alter noch auf so einem Level spielen kannst, ist das ein Zeichen dafür, dass du fleißig bist und auf dich und deinen Körper Acht gibst", erklärte er dem belgischen Portal "voetbalnieuws.be".

De Camargo, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, kann sich ein weiteres Engagement in Mechelen durchaus vorstellen. Konkrete Verhandlungen lassen aber noch auf sich warten.

Augsburg-Flop in Topform

Genau wie de Camargo schnürte auch der ehemalige Augsburger Stürmer-Flop Tim Matavz am Wochenende im Trikot seines aktuellen Arbeitgebers Vitesse Arnheim einen Doppelpack. Gegen Fortuna Sittard um BVB-Leihgabe Felix Passlack stellte Matavz mit seinen Toren die Weichen für einen souveränen 3:1-Auswärtssieg.

Vitesse steht in der Eredivisie auf einem Europa-League-Platz und hofft weiterhin auf die Tore des Slowenen, der bereits am vorangegangenen Spieltag einen Treffer zum 3:0 seiner Mannschaft gegen VVV-Venlo beisteuerte und damit bei neun Treffern in 18 Einsätzen steht.

In seiner Zeit in der Bundesliga konnte Matavz dem FCA allerdings nur selten weiterhelfen. Die schwache Statistik am Ende seiner Zeit bei den Schwaben: drei Tore in 27 Spielen - natürlich viel zu wenig für den mittlerweile 31-Jährigen, der im Sommer 2014 für die damalige Rekordablöse von 4 Millionen Euro von der PSV Eindhoven nach Augsburg gewechselt war.

Nach erfolglosen Leih-Engagements in Genua und Nürnberg, kehrte Matavz 2017 in die Niederlande zurück und fand dort auf Anhieb seinen Torriecher wieder.

Bei Vitesse gilt er als absoluter Leistungsträger. Seit seiner Rückkehr in die Eredivisie führte Matavz die Schwarz-Gelben stets ins europäische Geschäft.

Ex-Frankfurter ärgert Atlético Madrid

Zurzeit nichts mit der Europa League zu tun hat Takashi Inui. Der in Deutschland vor allem wegen seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt bekannte Japaner spielt mittlerweile in La Liga.

Dort sorgte der Japaner mit SD Eibar am Wochenende für eine Sensation. Die Nordspanier bezwangen den Tabellendritten Atlético Madrid durch Tore von Esteban Burgos (10.) und Edu Expósito (90.) völlig überraschend mit 2:0. Für Eibar ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt.

Inui stand wie gewohnt in der Startelf seines Teams und beackerte über 90 Minuten den linken Offensivflügel des Underdogs.

Den Sprung aus seiner Heimat nach Europa hatte der damals 23-Jährige im Sommer 2011 gewagt, als er in die 2. Bundesliga zum VfL Bochum wechselte.

Beim Revierklub verbrachte der Offensivspieler eine für ihn persönlich erfolgreiche Saison, ehe er nach Frankfurt wechselte und auch in der Bundesliga auf Anhieb Stammspieler wurde.

Nach 75 Spielen in drei Jahren für die Eintracht zog es Inui zu Eibar, später zu Real Betis und Deportivo Alaves. Im Sommer 2019 kehrte Inui zum aktuellen Tabellen-16. des spanischen Oberhauses zurück - und spielt dort eine tragende Rolle.

Nicolas Schreinemacher

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