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NFL-Schlaglichter: Von "Showtime" bis "King Henry"

18.01.2020 12:02
Pat Mahomes und die Chiefs sind einer der großen Super-Bowl-Favoriten
© Rich Sugg via www.imago-images.de
Pat Mahomes und die Chiefs sind einer der großen Super-Bowl-Favoriten

Kansas City Chiefs gegen Tennessee Titans, San Francisco 49ers gegen Green Bay Packers: In der US-amerikanischen Football-Profiliga NFL stehen am Sonntag die Playoff-Halbfinals an. Vier Hingucker vor, die in der Nacht zum 3. Februar beim Super Bowl 54 in Miami dabei sein wollen.

  • Aaron Rodgers (Green Bay Packers, Quarterback, 36)

Von den vier im Rennen verbliebenen Quarterbacks ist Aaron Rodgers mit Abstand der erfahrenste. Der Kalifornier feierte im Dezember seinen 36. Geburtstag, spielt mittlerweile die 15. NFL-Saison und hat seinen Konkurrenten eines voraus: Rodgers weiß, wie man als Regisseur den Super Bowl gewinnt. 2011 triumphierte der Routinier bei seiner bislang einzigen Finalteilnahme mit den Packers gegen die Pittsburgh Steelers.

Rodgers gilt als "Hail-Mary-König", ganz lange Pässe bringt der Spielmacher mit wenig Zeit auf der Uhr überdurchschnittlich oft an den Mann. Als Kind hat der Lebensgefährte der früheren Rennfahrerin Danica Patrick davon geträumt, für die 49ers zu spielen. Wenn er in der Nacht zu Montag (0.40 Uhr MEZ/ProSieben) mit seinem Mannschaft beim früheren Lieblingsteam antritt, ist Rodgers nur Außenseiter. In der Hauptrunde setzte es Ende November dort ein deprimierendes 8:37.

  • Jimmy Garoppolo (San Francisco 49ers, Quarterback, 28)

Ganz streng genommen ist Jimmy Garoppolo der erfolgreichste Quarterback unter den Halbfinalteilnehmern. Zweimal (2015, 2017) gewann der 28-Jährige den Super Bowl mit den New England Patriots, allerdings nur als Backup des großen Tom Brady. Eigentlich war "Jimmy G" als dessen Nachfolger vorgesehen, doch Brady (42) soll im Klub darauf gedrängt haben, den Konkurrenten abzugeben.

Eine glückliche Fügung. Brady hat seine Karriere noch immer nicht beendet, bei den 49ers, zu denen er im Oktober 2017 kam, ist Garoppolo die unangefochtene Nummer eins. Nachdem er den Großteil der Saison 2018/19 wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte, machte Garoppolo in der abgelaufenen Hauptrunde alle Spiele. Besser als San Francisco (13:3) waren nur die Baltimore Ravens (14:2). Gemeinsam mit den Kansas City Chiefs sind die 49ers die Titelfavoriten.

  • Derrick Henry (Tennessee Titans, Runningback, 26)

Derrick Henry rennt und rennt und rennt. Einmal in Fahrt, ist der Runningback der Tennessee Titans kaum aufzuhalten. Wie eine Dampfwalze rollte der 26-Jährige aus Florida über Titelverteidiger New England hinweg und erlief 182 Yards Raumgewinn. Gegen NFL-Topfavorit Baltimore waren es sogar 195, ohne Henry würde der Außenseiter aus Tennessee nicht im Halbfinale stehen.

Kein Wunder, dass die Fans ihren "King Henry" lieben. Nach dem Sensationssieg bei den haushoch favorisierten Ravens reichten sie ihm noch im Stadion eine Krone. Nicht allein dadurch sind die Chiefs gewarnt. Bei ihrer Hauptrundenniederlage gegen die Titans (32:35) im November lief Henry mit dem Ball unter dem Arm 188 Yards.

  • Patrick Mahomes (Kansas City Chiefs, Quarterback, 24)

In der vergangenen Saison wurde Patrick Mahomes als wertvollster Spieler der Liga (MVP) ausgezeichnet. Das wird diesmal wohl nichts, doch das Ausnahmetalent hat ohnehin anderes im Sinn. Mit den Kansas City Chiefs will sich der Sohn von Pat Mahomes, viele Jahre Pitcher in der Major League Baseball (MLB), den ganz großen Preis abholen.

Wie viel in Mahomes steckt, wurde im Viertelfinale deutlich. 0:24 lagen die Chiefs nach einem bösen Fehlstart gegen die Houston Texans hinten, dann übernahm der Quarterback. Ohne jede Unruhe oder Angst vor dem Aus führte der 24-Jährige sein Team zu einem 51:31. Die Zahlen: 35 Pässe, 23 erfolgreich für 321 Yards, fünf endeten in Touchdowns. Eine weitere Stärke: "Showtime" Mahomes weiß, wann er selbst laufen kann - und macht das konsequent. Ganz sicher auch am Sonntag gegen Tennessee.

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