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Bester Dakar-Rookie des Jahres

"Abenteurer" Alonso zieht persönliche Dakar-Bilanz

18.01.2020 11:22
Fernando Alonso hat gleich beim Debüt das Dakar-Ziel erreicht
© Frdric Le Floch via www.imago-images.de
Fernando Alonso hat gleich beim Debüt das Dakar-Ziel erreicht

Fernando Alonso hat sein vorrangiges Ziel erreicht und die Rallye Dakar beendet. Nach zwölf Etappen quer durch Saudi-Arabien belegte der Toyota-Pilot den 13. Platz im Endergebnis. Zwei schlechte Tage hatte Alonso dabei. Einmal beschädigte er sich die Vorderradaufhängung und musste gemeinsam mit Beifahrer Marc Coma reparieren. Und einmal überschlug er sich über eine Düne.

Aber Alonso hatte auch viele gute Tage, denn achtmal fuhr er im Tagesergebnis in die Top 10. "Jeder Tag ist ein neues Abenteuer", sagt der Spanier im Ziel. "Es gibt nie zwei gleiche Tage. Neben der Route kann auch technisch immer etwas passieren. Man darf sich nicht verfahren und darf keine Fehler machen. Wegen vieler Faktoren ist es so schwierig."

"Ich bin froh, es geschafft zu haben. Es ist die härteste Rallye und ins Ziel zu kommen war meine Priorität", so der zweimalige Formel-1-Weltmeister. "Ich habe mich an den meisten Tagen konkurrenzfähig gefühlt. Viele Fahrer haben es mehrmals versucht, bis sie es ins Ziel geschafft haben. Ich hatte dieses Glück und das perfekte Team, um es beim ersten Mal zu schaffen."

Eine "persönliche" Herausforderung

Im Vergleich zur Rundstrecke ist die Rallye Dakar ein ganz anderes Abenteuer. Alonso hat das sichtlich genossen: "Es war eine persönliche Herausforderung. Es ist nicht nur ein Rennen, sondern viel mehr. Es zählt der menschliche Faktor, wenn man viele Stunden lang alleine an verlassenen Orten ist."

Vor allem in den Dünen fühlte sich Alonso wohl. Den Aufhängungsschaden und den Überschlag bewertet er als "Pech" und schiebt es auf seine geringe Erfahrung in diesem Terrain. Wichtig war die Unterstützung von Coma, der nach vielen Jahren als Motorradfahrer zum ersten Mal die Rolle als Beifahrer in einem Automobil übernommen hatte.

"Ohne Coma hätte ich die Rallye wohl nicht beendet", glaubt Alonso. "Er kennt den Rhythmus des Rennens. Für mich als Rookie war sein Wissen sehr wichtig." Als 13. war Alonso auch der beste Rookie im Endergebnis. Ohne den beiden Zwischenfällen wäre ein Ergebnis in den Top 10 möglich gewesen. Mit seiner Performance an vielen Tagen zeigte Alonso sein Talent.

Kommt Alonso auch im nächsten Jahr nach Saudi-Arabien?

Wird er auch im nächsten Jahr die Dakar bestreiten? "Wir werden sehen. Jetzt möchte ich nicht daran denken. Ich bin froh, wie diese Erfahrung verlaufen ist. Wenn ich es in Zukunft wieder machen werde, dann will ich versuchen zu gewinnen und einen weiteren wichtigen Sieg zu meiner Karriere hinzuzufügen."

"Um zu gewinnen, müsste ich mich sehr, sehr gut vorbereiten. Ich bräuchte das beste Team, das beste Auto und die beste Vorbereitung", sagt Alonso. "Die Rallye ist ein tolles Abenteuer und findet zu einer Jahreszeit statt, die normalerweise frei ist. Wenn man Racing mag, dann ist es eine gute Möglichkeit, seinen Urlaub in einem Auto zu verbringen."

Alonso hält sich die Möglichkeit offen, 2021 nach Saudi-Arabien zurückzukehren. In den kommenden Monaten will er sich auf die 500 Meilen von Indianapolis konzentrieren. Mit welchem Team er dort antreten wird, steht noch nicht fest. "Allrounder" Alonso ist nach seiner Formel-1-Karriere in den unterschiedlichsten Disziplinen unterwegs.

Teamkollege schwärmt von Alonso

Teamkollege Nasser Al-Attiyah ist von Alonsos erster Dakar begeistert: "Fantastisch! Fernando ist mein Lieblingsfahrer in der Formel 1, weil ich seinen Stil mag und er immer kämpft. Vor einem halben Jahr habe ich ihn in Katar zum ersten Mal getroffen. Diese drei Tage damals waren unglaublich. Er hat sehr, sehr schnell gelernt. Ich hoffe, dass er weitermacht und im nächsten Jahr wieder dabei ist."

"Ich glaube, er kann sehr gute Ergebnisse erzielen", ist Al-Attiyah überzeugt. "Fernando in unserem Sport zu haben, ist wirklich unglaublich gut. Ich bin mir sicher, dass vielleicht auch andere Formel-1-Fahrer oder WRC-Fahrer zur Dakar kommen wollen." Denn mit Carlos Sainz hat ein ehemaliger Rallye-Weltmeister die Dakar zum dritten Mal gewonnen.

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