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BVB? FC Bayern? RB Leipzig?

"Sehr spannend": Löw gibt Prognose im Titelkampf ab

16.01.2020 13:06
BVB? FC Bayern? RB Leipzig? Joachim Löw gibt Prognose im Titelkampf ab
© photoarena / Thomas Eisenhuth via www.imago-images
BVB? FC Bayern? RB Leipzig? Joachim Löw gibt Prognose im Titelkampf ab

Bundestrainer Joachim Löw erwartet einen Dreikampf zwischen Borussia Dortmund, RB Leipzig und dem FC Bayern München um die Meisterschaft.

"Leipzig ist so gut wie nie, weil sie jetzt nicht nur im Umschaltspiel, sondern auch bei Ballbesitz gute Lösungen haben. Sie können auch gegen tiefstehende Gegner die Spiele entscheiden. Von daher sind sie ein Mit-Favorit auf die Meisterschaft, sofern sie ihre Konstanz auch mit der Doppelbelastung in der Champions League bis zum Ende halten können", sagte Löw in einem Interview mit den Portalen "Spox" und "Goal". "Ansonsten gehören Bayern und Dortmund natürlich zu den ersten Titel-Anwärtern, weil sie weil sie nach wie vor große Qualität und extrem viel Erfahrung im Umgang mit solchen Herausforderungen haben."

Insgesamt sei es an der Tabellenspitze "sehr spannend", konstatierte Löw. "Ich habe das Gefühl, dass Mannschaften wie Leipzig, Gladbach oder Dortmund mehr auf Augenhöhe mit Bayern agieren als in den vergangenen Jahren."

Löw glaubt zudem an ein stärkeres internationales Abschneiden der Bundesliga als zuletzt. "Diese Saison habe ich das Gefühl, dass unter anderem Leipzig, Dortmund und natürlich Bayern in der Champions League weiterkommen können. Und das finde ich gut, weil alle davon profitieren würden."

FC Bayern: Joachim Löw lobt Hansi Flick

Großes Lob zollte Löw seinem lanjährigen Assistenten Hansi Flick, der zumindest bis Saisonende beim FC Bayern München als Cheftrainer in Verantwortung steht. "Er hat die fachliche Kompetenz und auch ein sehr gutes Gespür, Spieler mitzunehmen und zu motivieren. Die Mannschaft hat auf dem Platz Taten sprechen lassen und viele Spieler haben sich auch klar geäußert, dass sie in einem guten Flow sowie von Hansis Arbeit und Stil sehr angetan sind. Das spricht für sich."

Im Hinblick auf das Abschneiden der Nationalmannschaft bei der paneuropäischen Europameisterschaft gab sich Löw zurückhaltend: "Natürlich wollen wir bei der EM möglichst weit kommen, aber für eine Prognose ist es einfach zu früh."

Löw ergänzte: "Innerhalb von nur einem Jahr den Umbruch so hinzubekommen, wie wir es geschafft haben, bewerte ich schon positiv. Viele andere Nationen wie Frankreich, England oder die Niederlande haben das so nicht geschafft und haben nach einem Generationswechsel zwei oder vier Jahre oder länger gebraucht, bis sie wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft hatten."

Das DFB-Team habe "die EM-Qualifikation als Gruppensieger abgeschlossen, obwohl wir viele Herausforderungen hatten, deshalb macht mir unsere junge Mannschaft Hoffnung." Allerdings zähle Deutschland "in der aktuellen Konstellation nicht unbedingt zu den absoluten Favoriten".

Joachim Löw spricht über Nübel-Wechsel zum FC Bayern

Die mögliche Olympia-Teilnahme von Ex-Nationalspieler Thomas Müller wollte Löw nicht bewerten. "Das ist allein die Entscheidung von Stefan Kuntz. Wir haben vor Weihnachten bei einem Workshop zusammengesessen und viele Namen diskutiert. Stefan hat da viele spannende Ideen, aber er muss genauso wenig wie ich heute schon Entscheidungen treffen."

Die EM habe "immer Priorität", führte Löw aus, "und wir sind uns auch einig, dass es keinen Sinn macht, wenn ein Spieler beide Turniere absolvieren würde".

Löw sprach auch über den viel diskutierten Wechsel des ehemaligen U21-Nationaltorhüters Alexander Nübel vom FC Schalke 04 zum FC Bayern München. "Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es immer für einen jungen Spieler besser ist, zu spielen, als zwei, drei Jahre auf der Bank zu sitzen. Ob der Schritt für Alexander Nübel zum jetzigen Zeitpunkt der richtige ist, kann man heute noch nicht beurteilen, sondern vielleicht erst in ein paar Jahren", erklärte Löw.

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