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Abstiegskampf verspricht Dramatik pur

15.01.2020 13:47
Werder Bremen steckt mitten im Abstiegskampf
© nordphoto / Stoever via www.imago-images.de
Werder Bremen steckt mitten im Abstiegskampf

17 Spiele, nur ein Ziel: Drin bleiben. Der Abstiegskampf verspricht wieder einmal Dramatik, große Namen sind in Gefahr.

Hoffnungsträger Kevin Vogt trainierte erstmals bei Werder Bremen, Angreifer Fin Bartels mischte auch wieder mit - doch dafür fehlte auf einmal der Chef.

Florian Kohfeldt hütete am Mittwoch zu Hause das Bett, der Trainer verpasste erkältet die beiden wichtigen Einheiten vor dem Keller-Krimi zum Rückrundenauftakt bei Fortuna Düsseldorf. Und so werkelte nur Co-Trainer Tim Borowski daran, dass Werder hinten endlich dicht wird.

Alle Kellerkinder der Bundesliga wie Schlusslicht Paderborn, Köln, Mainz oder Frankfurt schleppen ihre Probleme mit sich herum - bei Werder ist es die schlappe Defensive, die im Abstiegskampf Schlimmes befürchten lässt.

Die Hanseaten spielten in der Hinrunde nicht ein einziges Mal zu null. "Das ist sehr enttäuschend und natürlich auch peinlich", sagte Kapitän Niklas Moisander der Sport Bild: "Aber es ist auch Motivation. Wir wissen, dass sich das ändern muss, wenn die Rückrunde erfolgreich sein soll."

Funkel sieht Vorteil in engem Rennen bis zum Schluss

17 Spiele, nur ein Ziel: drin bleiben. Wie die Konkurrenz will Werder den Absturz in die Zweitklassigkeit mit aller Macht verhindern. Der Abstiegskampf verspricht in den nächsten Wochen also einmal mehr viel Dramatik, neben Werder sind ja noch weitere große Namen in Gefahr. Selbst Hertha BSC unter Jürgen Klinsmann und Eintracht Frankfurt müssen zusehen, dass sie den Abstand zur unmittelbaren Gefahrenzone schnell vergrößern.

Und der Kampf um die Klasse beginnt gleich mit einem kleinen Finale, die Fortuna könnte mit einem Sieg den Abstand auf den Vorletzten Bremen um Neuzugang Vogt auf vier Punkte erhöhen. Trainer Friedhelm Funkel erwartet so oder so aber ein enges Rennen bis zum Schluss - und wertet dies als Vorteil seines Teams.

"Wir waren von Anfang an darauf eingestellt, dass wir auch mal 17. oder 18. sein können, das wird in der Rückrunde vielleicht auch noch mal passieren", sagte der 66-Jährige, der mit einem Zwischenspurt vor einem Jahr (13 Punkte aus den ersten sieben Spielen) den Grundstein für den späteren Klassenerhalt gelegt hatte: "Aber andere Klubs haben das vielleicht nicht so extrem erwartet, das ist natürlich ein kleiner Vorteil für uns."

Köln will Aufwärtstrend fortsetzen

Der 1. FC Köln hofft, dass der Aufwärtstrend unter Markus Gisdol auch gegen den VfL Wolfsburg anhält. Drei Siege in Serie gab es vor Weihnachten, in den sechs Partien unter Gisdol holte der Traditionsklub mehr Punkte (zehn) als in den elf Spielen unter dessen Vorgänger Achim Beierlorzer (sieben). "In den letzten drei Spielen haben sie sich den Arsch gerettet, sonst wäre es richtig eng gewesen", sagte Klub-Idol Lukas Podolski.

Und was ist mit dem SC Paderborn? Bleibt der krasse Außenseiter weiter dran? Dass der Abstand auf den Relegationsrang nur drei Zähler beträgt, macht den Ostwestfalen trotz des harten Auftaktprogramms (Leverkusen, Freiburg, Wolfsburg) Mut. "Alle geben Vollgas. Wir wollen uns gemeinsam immer weiterentwickeln und verbessern", sagte Trainer Steffen Baumgart: "Ich bin vom Klassenerhalt überzeugt."

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