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Sainz-Vorsprung bei Rallye Dakar schmilzt

14.01.2020 14:08
Nasser Al-Attiyah rückte Carlos Sainz auf die Pelle
© DPPI via www.imago-images.de
Nasser Al-Attiyah rückte Carlos Sainz auf die Pelle

Die Rallye Dakar in Saudi-Arabien ist nach der neunten Etappe an Spannung kaum zu überbieten. Stephane Peterhansel (Mini Buggy) sicherte sich seinen dritten Tagessieg und hat nur noch weniger als sieben Minuten Rückstand. An der Spitze verteidigte Carlos Sainz (Mini Buggy) knapp die Führung, aber Nasser Al-Attiyah (Toyota) hat nur noch 24 Sekunden (!) Rückstand.

Es wurde ein langer Tag für die Teilnehmer, denn auf dem Weg von Wadi Al-Dawasir nach Haradh mussten insgesamt 886 Kilometer zurückgelegt werden. Die Speziale betrug 410 Kilometer. Das Terrain war harter Boden und schwierig zu fahren. Eröffnet wurde die Etappe von Mathieu Serradori im SRT-Buggy. Drei Minuten danach stand Fernando Alonso (Toyota) an der Startlinie.

Die drei Topfavoriten fuhren nach dem gestrigen Ergebnis erst später los. Sainz hatte zum Beispiel 14 Autos vor ihm. Es entwickelte sich bei den ersten Checkpunkten auch gleich ein Dreikampf zwischen Al-Attiyah, Peterhansel und Sainz, denn alle drei konnten sich an den Spuren orientieren und hatten demnach einen kleinen Vorteil.

Aus dem Dreikampf um den Tagessieg wurde ein Duell, denn Sainz hatte nach 156 Kilometern durch einen Reifenschaden fünf Minuten verloren. Somit kam seine Gesamtführung in Gefahr, denn Al-Attiyah hatte nach der achten Etappe nur 6:40 Minuten Rückstand. Nach 254 Kilometern führte Peterhansel das virtuelle Klassement wenige Sekunden vor Al-Attiyah an.

So blieb es auch bis zum Ziel. Peterhansel sicherte sich den Etappensieg 15 Sekunden vor Al-Attiyah. Es war der dritte Tageserfolg für den Franzosen. Dann musste auf Sainz gewartet werden. Als der Spanier ins Ziel kam, leuchtete sein Name auf Platz fünf des Klassements auf. Sein Rückstand auf Peterhansel betrug 6:31 Minuten.

Damit ist der Kampf um die Gesamtwertung wieder extrem spannend. Sainz behauptete zwar den ersten Platz, aber er hat nur noch 24 Sekunden Vorsprung auf Al-Attiyah. Und auch Peterhansel ist wieder in Schlagdistanz, denn ihm fehlen nur 6:38 Minuten auf seinen Mini-Teamkollegen Sainz. Drei Etappen sind bis Al-Qiddiya noch zu absolvieren.

Mit Platz drei erlebte Lokalmatador Yasir Seaidan (Mini) wieder einen guten Tag. Das galt auch für Jakub Przygonski und Timo Gottschalk (Mini) mit der viertbesten Zeit. Alonso verlor nach gutem Beginn in der zweiten Hälfte der Speziale noch 13 Minuten, aber der Dakar-Neuling schaffte wieder ein Ergebnis in den Top 10. In der Gesamtwertung verbesserte sich Alonso auf Rang zehn.

Am Mittwoch geht es weiter von Haradh nach Shubaytah. Die Speziale beträgt 534 Kilometer.


Ergebnis der 9. Etappe (Top 10): 01. Peterhansel/Fiuza (Mini Buggy) - 3:08:31 Stunden 02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +0:15 Minuten 03. Seaidan/Kuzmich (Mini) +4:48 04. Przygonski/Gottschalk (Mini) +6:23 05. Sainz/Cruz (Mini Buggy) +6:31 06. Al-Rajhi/Schiltsow (Toyota) +8:22 07. ten Brinke/Colsoul (Toyota) +8:30 08. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +11:16 09. Alonso/Coma (Toyota) +13:03 10. Terranova/Graue (Mini) +13:10

Gesamtwertung nach 9 von 12 Etappen (Top 10): 01. Sainz/Cruz (Mini Buggy) - 35:11:54 Stunden 02. Al-Attiyah/Baumel (Toyota) +0:24 Minuten 03. Peterhansel/Fiuza (Mini Buggy) +6:38 04. Al-Rajhi/Schiltsow (Toyota) +34:16 05. Terranova/Graue (Mini) +49:41 06. de Villiers/Haro Bravo (Toyota) +57:57 07. ten Brinke/Colsoul (Toyota) +1:08:59 Stunden 08. Serradori/Lurquin (SRT Buggy) +1:24:20 09. Seaidan/Kuzmich (Mini) +2:35:35 10. Alonso/Coma (Toyota) +3:17:23

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