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"Toller Stürmer, den man nicht mit Druck überfrachten sollte"

Matthäus warnt: Haaland kein "Heilsbringer" für den BVB

13.01.2020 21:18
Lothar Matthäus schrieb über den FC Bayern, BVB und FC Schalke 04
© Jan Huebner via www.imago-images.de
Lothar Matthäus schrieb über den FC Bayern, BVB und FC Schalke 04

Die Erwartungen an Neuzugang Erling Haaland sind bei Borussia Dortmund riesig. Lothar Matthäus, Ex-Profi des FC Bayern, warnte nun vor verfrühtem Enthusiasmus beim BVB.

"Er passt ins System der Dortmunder, wird mit Sicherheit auch seine Tore machen, sollte aber nicht als alleiniger Heilsbringer gesehen werden", schrieb Matthäus in seiner "Sky"-Kolumne.

Der Rekordnationalspieler lobte die Dortmunder für den Transfer-Coup: "Positiv ist erst einmal, dass der BVB auf die Baustelle im Sturm endlich und sehr sinnvoll reagiert hat. Sie haben einen tollen Stürmer verpflichtet, den man aber nicht mit Druck überfrachten sollte."

Die Verantwortung in der Rückrunde liege schließlich nicht allein auf den Schultern von Haaland.

"Die ganze Dortmunder Mannschaft muss jetzt besser performen als in der Hinrunde", stellte Matthäus klar und ergänzte: "Vor allem muss sie mit Führungen besser und souveräner umgehen und diese regelmäßig ins Ziel bringen. Wenn sich allerdings alle Leistungsträger steigern und Haaland sofort richtig einschlägt, dann spielt natürlich auch Dortmund um den Titel."

"Flick hat nicht umsonst um Verstärkungen gebeten"

Eine Mannschaft, mit der sich der BVB im Titelrennen auseinandersetzen muss, ist der FC Bayern. "Wenn sie die Anfangsphase unbeschadet überstehen, sind sie wie immer ein ganz heißer Titel-Kandidat. Wenn auch aktuell nicht der Top-Favorit", so Matthäus.

Dass Trainer Hansi Flick zuletzt öffentlich Verstärkung im Winter forderte, ist für den ehemaligen Profi der Münchner nachvollziehbar: "Hansi Flick hat nicht umsonst um Verstärkungen gebeten. Das hat er mit Sicherheit nicht getan, um Salihamidzic anzugreifen, sondern höchstens, um ihn zu kitzeln."

Flick spüre den Erfolgsdruck als Cheftrainer und wolle das Maximum erreichen, ergänzte Matthäus. Dennoch sei es für eine Topmannschaft wie die Bayern schwer, sich im Winter sinnvoll zu verstärken.

Matthäus sieht Schalke nicht als Champions-League-Kandidaten

Für den kommenden Sommer haben die Bayern allerdings schon einen Neuzugang vermeldet. Alexander Nübel vom FC Schalke 04 wechselt an die Säbener Straße. "Ich kann den Transfer aus Sicht von Alexander Nübel zwar immer noch nicht verstehen, aber er wird sich für seinen Noch-Verein bis zum Schluss tadellos verhalten", ist sich Matthäus sicher.

Dass der Wechsel sportliche Auswirkungen auf Schalke hat, glaubt der 58-Jährige nicht. "Ich sehe Schalke ohnehin nicht als Champions-League-Kandidaten. Aber ganz abgesehen davon glaube ich nicht, dass das Hickhack um den Torhüter sportlichen Erfolg kostet."

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