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Vize Rietzke sieht DESG vor schwieriger Rettungsmission

13.01.2020 15:36
Vizepräsident Uwe Riestzke warnt vor schwieriger Rettung
© PIXATHLON/PIXATHLON/SID/
Vizepräsident Uwe Riestzke warnt vor schwieriger Rettung

Vizepräsident Uwe Rietzke von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft sieht die Bewältigung der finanziellen Schieflage des Verbandes als große Herausforderung.

"Wir haben natürlich momentan eine ganze Menge von verschiedenen Faktoren, die jetzt nicht unbedingt optimal sind, um aktiv neue Sponsoren zu begeistern", sagte Rietzke dem "SID" am Montag. Im Verband klafft aktuell eine Finanzlücke, die im Laufe des Jahres existenzbedrohend werden könnte.

Am Sonntagabend hatte das Gremium "DESG gemeinsam retten" mitgeteilt, Vertreter des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie des Bundesinnenministeriums im Februar zu einem Spitzentreffen einzuladen.

Das Gremium sei zu dem Entschluss gekommen, "dass aus eigener Kraft allein aus dem Gremium heraus keine ausreichenden Lösungen gefunden werden können", hieß es in einer Mitteilung. Laut Rietzke könne die Lage bis "Mitte des Jahres" kritischer werden, er betonte jedoch: "Die DESG kommt bislang allen Zahlungsverpflichtungen nach."

Gremiumssprecher Rainer Erdmann hatte zuvor ein noch dunkleres Bild der Situation gezeichnet. "Im Frühjahr geht das Licht aus, wenn es nicht gelingt, die Finanzlücke zu schließen", sagte er dem Deutschlandfunk. Gerüchte über die Höhe der Lücke wollte Rietzke am Montag auf "SID"-Anfrage nicht bestätigen.

Neuer Verbandspräsident wird gesucht

Betroffen sind davon alle Posten, die nicht wie der Spitzensport durch Fördermittel des Bundes finanziert werden. Dazu gehört etwa die Geschäftsstelle in München. Jene Gelder müssen selbst, etwa durch Sponsoren erwirtschaftet werden.

An finanziellen Unterstützern mangelt es nicht nur aufgrund der derzeitigen Führungskrise. Anfang November des Vorjahres war Verbandspräsidentin Stefanie Teeuwen vor den deutschen Meisterschaften überraschend zurückgetreten, über die Nachfolge entbrannte eine öffentliche Debatte.

Im Zuge dessen hatte die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein ihren Lebensgefährten Matthias Große ins Spiel gebracht. Großes Kandidatur sei laut Rietzke am vergangenen Freitag bei der DESG eingegangen.

Neben Große gilt auch Rietzke, der aktuell für den Verband spricht, als Kandidat. "Die Überlegungen sind so, dass ich mir das vorstellen kann, wenn es beruflich vereinbar ist", sagte er. Zudem wolle er mit Große Gespräche führen. "Es ist legitim, dass wir uns mit Herrn Große austauschen. Es gibt möglicherweise Fragen, die er hat. Am Schluss entscheidet unsere Mitgliederversammlung, wer es machen soll", sagte Rietzke.

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