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Das "war schon etwas ganz Besonderes"

Leclerc spricht über Gänsehautmoment bei Ferrari

13.01.2020 13:26
Leclerc blickt mit Gänsehaut auf seinen Monza-Sieg 2019
© MST
Leclerc blickt mit Gänsehaut auf seinen Monza-Sieg 2019

Nach seinem ersten Formel-1-Sieg in Spa-Francorchamps hat Charles Leclerc in Monza seinen zweiten Triumph in der Königsklasse eingefahren. Beim Heimrennen von Ferrari ganz oben auf dem Podium zu stehen, war für den 22-Jährige eine ganz besondere Erfahrung, die ihm noch heute die Haare zu Berge stehen lässt.

Damals startete Leclerc von der Pole-Position ins Rennen. Über die gesamte Distanz widerstand er dem Druck von Lewis Hamilton im Mercedes, der letztlich hinter seinem Teamkollegen Valtteri Bottas auf Platz drei ins Ziel kam.

"Ich kann kaum in Worte fassen, was ich während des Rennens in Monza gefühlt habe", so Leclerc bei der Autosport-Show 2020. "Ich und auch das Team standen extrem unter Druck. Wir waren in Italien, wo Ferrari einen riesigen Stellenwert hat und jeder wollte, dass wir gewinnen. Das hatte Einfluss auf das Team."

Für Leclerc war der ganze Monza-Besuch eine völlig neue Erfahrung, auch weil seine Verpflichtungen für das Team schon am Montag begannen. Eigentlich müssen Formel-1-Fahrer erst am Donnerstag an der Strecke die ersten Termine wahrnehmen. Es gab aber einige Events, darunter in Mailand, an denen Leclerc teilnehmen musste.

Das "war schon etwas ganz Besonderes"

"Da hat sich auch der Druck aufgebaut", erinnert sich der Ferrari-Youngster. "Dann auf die Pole zu fahren, war schon etwas ganz Besonderes. Danach musste ich mich auf das Rennen konzentrieren, in dem ich zu keiner Zeit Luft zum Atmen hatte. Lewis war immer weniger als zwei Sekunden an mir dran, das war mächtig viel Druck für mich."

"Das Rennen zu gewinnen, auf dem Podium zu stehen und unten die rote Ferrari-Armee zu sehen, war ein einzigartiger Moment", sagt Leclerc. "Ich habe da verstanden, wie es ist, ein Ferrari-Fahrer zu sein. Vorher war es mir auch schon klar, aber wenn man in Monza siegt und die Leidenschaft in den Augen der Menschen siehst, dann merkst du es richtig. Es war unglaublich."

Mit seinen zwei Siegen in der Formel-1-Saison 2019 hat Leclerc sich als 39. Fahrer in die Sieger-Liste von Ferrari eingetragen. Leclerc fühlt sich, als habe er Ferrari-Geschichte geschrieben: "Die Fans haben mir dieses Gefühl gegeben. Wenn ich dann aber neben Legenden wie Mario Andretti stehe, weiß ich nicht, ob ich am richtigen Platz bin. Jetzt muss ich den Job machen und meine Fähigkeiten unter Beweis stellen."

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