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"Ein außergewöhnlich schneller Mann"

Helmut Marko: René Rast ein Kandidat für die Formel 1

12.01.2020 10:26
René Rast wurde im letzten Jahr zum zweiten Mal Meister in der DTM
© unknown
René Rast wurde im letzten Jahr zum zweiten Mal Meister in der DTM

Mit Robert Kubica saß erst kürzlich beim Young-Driver-Test ein Formel-1-Pilot in einem DTM-Boliden. Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko sieht zwei Kandidaten aus der Tourenwagen-Serie, die den entgegengesetzten Weg gehen und es in die Formel 1 schaffen könnten.

"Der eine ist Rast - ganz ein außergewöhnlich schneller Mann -, und der andere ist Wittmann", sagt der Österreicher im Gespräch mit "Motorsport-Total.com".

Bei René Rast, der in zwei seiner drei DTM-Saisons den Titelkampf für sich entschieden hat, kommt die Wahl keineswegs überraschend, denn auch DTM-Boss Gerhard Berger attestiert dem Audi-Piloten Formel-1-Potenzial.

Bei Wittmann, der in den vergangenen Jahren stets der beste BMW-Pilot war, aber seine Titel in den Jahren 2014 und 2016 holte, hat Marko sogar direkte Erfahrungswerte: Der Franke durfte 2015 beim Spielberg-Test einen aktuellen Toro Rosso testen und glänzte mit der viertbesten Zeit - weniger als eine Sekunde langsamer als Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der die Bestzeit fuhr. Die Zeit hätte einige Tage davor sogar zum Q3-Einzug gereicht.

Marko: Hohes Alter als Hindernis

Wittmann, der den Test damals von BMW als Belohnung für den Titel erhielt, hatte Glück, denn ursprünglich hätte er im Dezember 2014 in Imola einen zwei Jahre alten Toro Rosso fahren sollen, doch der Test fiel wegen heftiger Regenfälle ins Wasser. So kam Wittmann ein halbes Jahr später in den Genuss eines aktuellen Autos.

Trotz der Qualitäten von Rast und Wittmann gibt es aber einen Grund, warum Marko hinsichtlich einer Formel-1-Karriere skeptisch ist: das Alter. Der Audi-Pilot ist inzwischen 33 Jahre alt, während der BMW-Pilot beim Dream-Race in Fuji seinen 30. gefeiert hat.

"Und vor allem Rast war ja fast immer nur im Tourenwagen-Sport oder im GT-Sport", wirft Marko ein. "Die bräuchten drei Jahre, bis sie auf das Formel-Niveau kommen."

Das sei zu lange, ist der Red-Bull-Entscheidungsträger überzeugt.

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