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"Man weiß nie, was im Leben passiert"

Kubica nach F1-Aus: "Hoffe, dass mein Leben einfacher wird"

10.01.2020 14:50
Robert Kubica in seinem letzten Formel-1-Rennen für Williams
© Alessio Morgese / IPA via www.imago-images.de
Robert Kubica in seinem letzten Formel-1-Rennen für Williams

War der Grand Prix von Abu Dhabi 2019 das absolut letzte Formel-1-Rennen von Robert Kubica? "Man weiß nie", weicht der Pole dieser Frage aus. Sein Williams-Stammcockpit tauschte er gegen eine Ersatzfahrer-Rolle bei Alfa Romeo ein, außerdem könnte ihn sein Weg in die DTM führen.

"Man weiß nie, was im Leben passiert", philosophiert Kubica noch vor seinem letzten Antreten in Abu Dhabi. Zu jenem Zeitpunkt stand seine Rolle beim ehemaligen Sauber-Team noch nicht fest. "Wenn ich in Zukunft nicht im Fahrerlager sein werde, wird die Chance eher gering ausfallen."

Aber: "Wenn ich noch im Fahrerlager sein werde, dann kann alles passieren. Ich werde bodenständig und realistisch bleiben: Die Chance ist viel höher, dass das mein letztes Rennen [gewesen] sein wird." Eine Restmöglichkeit will er aber nicht ausschließen.

"Ich habe darüber keine Kontrolle." Grundsätzlich hat ihn das Leben gelehrt, nichts auszuschließen. "Auch wenn alles unter Kontrolle scheint, [kann es manchmal anders kommen]. Ich hatte einen Vertrag für drei weitere Jahre - und plötzlich landete ich im Krankenhaus", spielt er auf seinen schweren Rallye-Unfall 2011 an.

"Mein halber Körper war verletzt und fast hätte ich mein Leben verloren. Hoffentlich wird es diesmal anders laufen." Keinen Zweifel lässt er an seiner Willensstärke und seinem Kampfgeist: "Es wäre doch Zeitverschwendung gewesen, mich zurückzukämpfen all die Jahre und dann nicht zu fahren."

"Hoffe zumindest, dass mein Leben einfacher wird"

Kubica stellt klar: "Womöglich könnte ich in einer anderen Kategorie fahren, das wird nicht einfach, aber ich bin zurückgekommen, um Rennen zu fahren. Das habe ich vermisst." In den Rallyes, die er davor bestritten hat, fehlte ihm das Duell auf der Strecke.

"Dort gibt es keine Rad-an-Rad-Kämpfe. Auch in meinem Comeback-Jahr hatte ich nicht viele Duelle, aber die, die ich hatte, habe ich sehr genossen. Deshalb will ich Rennen fahren", bekräftigt der Pole. Er erwartet ein deutlich "einfacheres Leben" 2020, nach seinem Weggang von Williams.

Mit dem Team konnte er in 21 Rennen nur einen Punkt einfahren - dank der Alfa-Disqualifikation in Deutschland. "Bei Williams dachten wir, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann als 2018, aber das Vorjahr war schlimmer. Man darf also niemals behaupten, dass es nicht noch schlimmer kommen kann. Ich hoffe zumindest, dass mein Leben jetzt etwas einfacher wird."

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