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Nach langer Talfahrt: Ice Tigers "zum Siegen verpflichtet"

08.01.2020 14:50
Bei den Nürnberg Ice Tigers läuft es derzeit nicht rund
© Sportfoto Zink / Thomas Hahn via www.imago-images.de
Bei den Nürnberg Ice Tigers läuft es derzeit nicht rund

Die Nürnberg Ice Tigers stecken nach acht Niederlagen in Folge tief in der Krise. Die Play-off-Teilnahme ist in Gefahr, zudem stehen die Franken nach dem angekündigten Rückzug ihres Geldgebers Thomas Sabo vor einer ungewissen Zukunft.

Acht Niederlagen in Folge, nur ein Punkt von möglichen 24, ein enttäuschender elfter Platz. Die Nürnberg Ice Tigers stecken in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) in einer Krise und müssen sogar um die Play-offs bangen.

"Ich bin erst einmal sauer auf die Gesamtleistung der Mannschaft", sagte Geschäftsführer Wolfgang Gastner dem "SID": "Die ganzen Faktoren, ob das Fehlentscheidungen waren oder wahnsinniges Pech, kann ich als Entschuldigung nicht gelten lassen."

Die 1:3-Niederlage am Sonntag im Derby gegen den ERC Ingolstadt besiegelte bereits die sechste Pleite in Serie in der heimischen Arena.

Duelle gegen Krefeld und Straubing als Wendepunkte?

Die Franken sind als Elfter punktgleich mit den zehntplatzierten Augsburger Panthern, die auf dem letzten Vor-Play-off-Platz liegen. Der Abstand auf den letzten direkten Endrunden-Platz, den Ingolstadt als Sechster belegt, beträgt 18 Spieltage vor dem Abschluss der Hauptrunde mittlerweile zwölf Punkte.

"Wir können nicht zufrieden sein. Wir sind durchgereicht worden und müssen diese Entwicklung stoppen", sagt DEL-Rekordtorschütze Patrick Reimer: "Wir sind von unserem System abgekommen und zusätzlich fehlt uns das Selbstvertrauen. Der Push muss jetzt vom Team kommen."

Am besten direkt am Freitag gegen den Tabellennachbarn aus Krefeld und im Anschluss am Sonntag gegen die Straubing Tigers, das Überraschungsteam der Saison.

"Wir sind zum Siegen verpflichtet", betont Kapitän Reimer. "Das Hauptaugenmerk liegt auf Krefeld, aber wir haben gezeigt, dass wir auch Mannschaften wie Straubing schlagen können."

Klares Ziel bleibt laut Gastner weiterhin das Erreichen der Play-offs. "Das ist jetzt auch nicht weit weg", sagt er, gibt jedoch ehrlich zu, dass die Zielsetzung eher die Pre-Play-offs seien müssen.

Die Wichtigkeit des sportlichen Erfolgs in dieser Saison ist für die Ice Tigers nicht zu unterschätzen: Drei Jahre nach dem Aus der Hamburg Freezers hatte Mäzen Thomas Sabo seinen Rückzug bei den Ice Tigers vor dem Saisonstart angekündigt, nur die laufende Spielzeit ist gesichert.

Deswegen appelliert Gastner: "Diese Niederlagen sind kein gutes Fundament für die ganzen Verhandlungen mit den neuen Sponsoren, in denen wir seit Wochen und Monaten stecken. Es geht um den Standort, es geht um DEL-Eishockey."

O'Brien steht vor dem Comeback

Trotz der aktuellen sportlichen Misere sei der Standort Nürnberg "auf dem Weg dahin, gesichert zu sein. Es gibt schon viele, viele Zusagen, auf die ich auch vertraue. Es gibt auch schon Unterschriften für neue Verträge in der Zukunft", versichert Gastner, der den genauen Namen erst nach der Saison bekannt geben will. "Ich bin mir sicher, dass DEL-Eishockey in Nürnberg nicht sterben wird."

Zudem gibt es auch auf dem Eis einen Lichtblick: Jim O'Brien, der sich im ersten Testspiel im August gegen Ingolstadt schwer verletzt hatte, wird am 17. Januar beim Gastspiel bei der Düsseldorfer EG sein Comeback feiern.

"Er ist ein Teufelskerl", sagt Gastner voller Freude und auch Reimer pflichtet ihm bei: "Da kann man nur den Hut ziehen. Und ein frisches Gesicht in der Kabine kann immer helfen!"

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