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Dreßen pausiert nach erneuten Knieproblemen

29.12.2019 15:37
Thomas Dreßen will kein Risiko eingehen
© Christophe Pallot/Agence Zoom, getty
Thomas Dreßen will kein Risiko eingehen

Thomas Dreßen verzichtet wegen Kniebeschwerden auf einen Start bei der zweiten Abfahrt in Bormio. Dort gewinnt erneut Dominik Paris - allerdings nur knapp.

Die "Stelvio" war eisig und ruppig, sein rechtes Knie wieder angeschwollen - da siegte bei Thomas Dreßen der Kopf über das Herz des Skirennläufers. "Das war mir zu viel Risiko", sagte Dreßen, "zum Vollgas attackieren reicht es nicht, und nur zum Runterfahren bin ich nicht da, deswegen habe ich gesagt: Lassen wir es gut sein." Und so verzichtete er auf den Start bei der zweiten Abfahrt in Bormio/Italien, nachdem er am Vortag starker Neunter geworden war.

Cheftrainer Christian Schwaiger verfügte außerdem eine Pause von zehn Tagen für Dreßen, der beim Abfahrts-Klassiker am 18. Januar am Lauberhorn in Wengen wieder starten soll. Alles Entscheidungen, die ganz im Sinne von Alpinchef Wolfgang Maier sind. Mit Dreßen, immerhin Sieger der ersten Saisonabfahrt in Lake Louise und Dritter im Super-G von Gröden, sei "ganz klar" abgesprochen: "Wenn das Knie nicht hundertprozentig reizfrei ist, fährt er nicht. Das ist eine Aufbausaison." Außerdem: "Man sieht ihm auch an, dass er nicht ans Limit geht."

Baumann wird in der Kombi 13.

Während sich Dreßen, am Freitag guter Neunter in der ersten Abfahrt auf der "Stelvio", lieber schonte, raste Dominik Paris auch am Samstag zum Sieg in seinem "Wohnzimmer". In Bormio gewann er damit bereits zum fünften Mal eine Abfahrt und zum sechsten Mal insgesamt. Die dabei eroberte Führung im Gesamtweltcup verlor Paris am Sonntag an Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen), der in der Kombination Platz zwei hinter Alexis Pinturault (Frankreich) belegte.

Josef Ferstl war nach dem Verzicht von Dreßen auf Rang 21 der beste Deutsche (+2,50) in der Abfahrt. Ferstl hatte allerdings Pech: Auf den letzten 20 Fahrsekunden verlor er durch enorm viel Gegenwind fast eine Sekunde. "Die Fahrt war echt solide, und dann wird man durch so etwas bestraft. Scheiße", sagte er. Andreas Sander, Dominik Schwaiger und Romed Baumann belegten die Plätze 26, 27 und 30. Routinier Baumann gelang als 13. der Kombination die beste deutsche Platzierung des Wochenendes.

Dreßen will nichts erzwingen

Dreßen hatte sich bei einem Sturz Ende November 2018 einen Totalschaden unter anderem mit einem Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen. Zuletzt war das Gelenk häufig angeschwollen, am vergangenen Montag war es daher punktiert worden. Nach der ersten Abfahrt in Bormio am Freitag war das Knie erneut dick geworden, ebenso nach dem Einfahren und der Besichtigung am Samstagmorgen. Also entschied Dreßen, dass er lieber nichts erzwingen sollte.

Bereits in der vergangenen Woche vor den Weltcup-Rennen in Gröden hatte Dreßen berichtet, dass sein operiertes Knie immer wieder anschwelle. "Es sind halt solche Tage, von denen der Arzt immer gesagt hat, dass die mal sein können, wo es einfach mal anschwillt", sagte Dreßen. Sorgen mache er sich deshalb aber nicht, versicherte er.

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