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Tickets für den VIP-Bereich zu günstig verkauft?

Nachzahlung in Millionen-Höhe: Steuer-Zoff auf Schalke

18.12.2019 09:16
Jochen Schneider und der FC Schalke 04 haben Ärger mit dem Finanzamt
© Christof Koepsel, getty
Jochen Schneider und der FC Schalke 04 haben Ärger mit dem Finanzamt

Trotz des sportlichen Aufschwungs droht dem FC Schalke 04 kurz vor Weihnachten großes Ungemach. Hintergrund: eine Steuer-Nachzahlung in Millionenhöhe.

Laut "Sport Bild" sollen die Königsblauen Tickets für den VIP-Bereich "Blauen Salon" in der Veltins-Arena zu günstig an Spieler, Trainer und weitere Mitarbeiter aus dem direkten Mannschaftsumfeld verkauft haben.

Den in Rechnung gestellten Preis von 35 Euro bewertete der Lohnsteuerprüfer, der (aus Schalker Sicht) ausgerechnet aus Dortmund kommt, als deutlich zu niedrig und stellte deshalb eine Nachzahlungsforderung in Höhe von zwei Millionen Euro allein für die Jahre 2010 bis 2013, heißt es weiter.

Schalke habe diesen Betrag zwar bereits gezahlt, aber umgehend auch Einspruch beim Finanzamt eingelegt. Die Sache liegt nun beim Bundeszentralamt für Steuern in Berlin. Allerdings kann der Verein im Falle einer Ablehnung seines Widerspruchs vor das Finanzgericht in Münster ziehen.

FC Schalke 04 bittet wohl (Ex-)Mitarbeiter zur Kasse

Die Schalker Verantwortlichen um Sportvorstand Jochen Schneider und Finanzchef Peter Peters sind nun bestrebt, sich das Geld von ihren (ehemaligen) Mitarbeitern zurückzuholen.

Etwa 60 Betroffene erhielten dem Bericht zufolge die Aufforderung, eine Verjährungsunterbrechung zu unterzeichnen. Ansonsten wären die Nachzahlungen sofort fällig.

Das Problem ist unabhängig vom Ausgang des Verfahrens noch nicht aus der Welt: Da nun auch die Folgejahre geprüft werden, könnten Schalke weitere Forderungen ins Haus flattern. Von einem knapp zweistelligen Millionenbetrag ist die Rede.

Und: Mittlerweile erhöhte Schalke die Ticketpreise für den "Blauen Salon" zwar auf 80 Euro. Nach Ansicht des Steuerprüfers müssten die Knappen allerdings rund 300 Euro verlangen, um den erbrachten Leistungen gerecht zu werden.

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