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Die Stimmen zum 15. Bundesliga-Spieltag

Wagner lobt "kluge" Schalker - Rose sieht "bittere" Pleite

15.12.2019 21:10
Die Rote Karte für Nübel (l.) war laut Schalke-Coach Wagner (r.) berechtigt
© Lars Baron, getty
Die Rote Karte für Nübel (l.) war laut Schalke-Coach Wagner (r.) berechtigt

Der Bundesliga-Samstag hatte es in sich: Der FC Bayern feierte einen deutlichen 6:1-Kantersieg gegen Werder Bremen, der BVB setzte seinen Aufwärtstrend und dem 1. FC Köln gelang ausgerechnet im Derby gegen Bayer Leverkusen ein wichtiger Befreiungsschlag.

Am Sonntag lieferten sich dann Wolfsburg und Gladbach sowie der FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt hitzige Duelle. Die Stimmen zu allen Partien. 

Schalke 04 - Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)

David Wagner (Trainer Schalke 04): "Die Mannschaft hat das am Ende ruhig und klug zu Ende gespielt. Das war das schöne Ende eine verrückten Tages. Nübel kommt in der Szene zu spät, die Rote Karte geht in Ordnung."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir haben eine offen Schlagabtausch angeboten, nach dem Ausschluss von Nübel haben wir noch mal alles versucht. Wir haben es aber nicht verstanden, in der Phase in Überzahl Lösungen zu finden, somit ist es eine bittere Niederlage für uns."


VfL Wolfsburg - Borussia Mönchengladbach 2:1 (1:1)

Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Das war sicherlich mit unsere beste Leistung in dieser Saison. Wir können jetzt mit einem guten Gefühl in die letzte Woche vor Weihnachten gehen und wollen unsere Form bis zur Winterpause konservieren. Dass ich im letzten Europa-League-Spiel einige Spieler schonen konnte, hat uns sicherlich geholfen."

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir wussten, dass es ein sehr schwieriges Spiel für uns werden würde. Durch ein Tor in der Nachspielzeit zu verlieren, ist immer bitter. Und das ist uns jetzt zweimal hintereinander passiert. Die Situation vor dem ersten Wolfsburger Tor möchte ich nicht kommentieren."


Fortuna Düsseldorf - RB Leipzig 0:3 (0:1)

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Hoffnung hatte ich auch nach dem 0:1 gehabt, auch wenn uns Leipzig in allen Belangen überlegen war. Nach dem 0:2 ging es darum, nicht komplett auseinanderzufallen. Jetzt kommen wieder Mannschaften auf Augenhöhe."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Es war ein ordentliches Spiel. Wir haben 3:0 gewonnen nach einem Champions-League-Spiel, was schon anstrengend war. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine sehr gute Kontrolle. Ich bin zufrieden."


Bayern München - Werder Bremen 6:1 (2:1)

Hansi Flick (Trainer FC Bayern München):

... über Matchwinner Coutinho: "Das hat jedem, der im Stadion war, Spaß gemacht. Was mich besonders gefreut hat, dass die Mannschaft und er sich auch gefreut hat, dass er so eine Leistung abgeliefert hat. Das war klasse. Deswegen freuen wir uns alle über diese Leistung, die er heute gebracht hat."

Florian Kohfeldt (Trainer Werder Bremen): "Wir hatten anfangs etwas Glück, gehen dann in Führung und Pavlas (Jiri Pavlenka) hält gut. Beim ersten Gegentor haben wir nicht optimal verteidigt und zusätzlich verletzt sich Theo schwer. Wir müssen mit dem 1:1 in die Pause gehen, aber auch das schaffen wir nicht. Trotz 3:1 haben wir noch an etwas Zählbares geglaubt, mit dem vierten Tor aber war der Glaube weg. Am Ende waren wir konfus. Das ist schwer nachzuvollziehen. [...] Wir spielen eine Scheiß-Saison."

Frank Baumann (Geschäftsführer Fußball SV Werder Bremen) ...

... zur hohen Niederlage: "Das ist natürlich etwas, das wir so nicht gebrauchen können. Aber wir brauchen auch Punkte, und die hätten wir auch bei einem 1:2 nicht bekommen."

... zu den verbleibenden Spielen gegen Mainz und Köln: "Das sind zwei direkte Konkurrenten, die auch unten drin hängen. Wir haben die letzten Wochen schon betont, dass wir eine sehr schwierige Situation haben. Die Mannschaft ist am Dienstag gefordert, alles dafür zu tun, dass die Punkte in Bremen bleiben."

Maximilian Eggestein (SV Werder Bremen): "Insgesamt darfst du nicht sechs Tore kriegen, wir müssen es einfach besser verteidigen."

Davy Klaassen (Kapitän SV Werder Bremen): "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht, haben zwei, drei gute Chancen. Mit etwas Glück ist da heute mehr drin. Die zweite Halbzeit war einfach schlecht."


Noten zu #FCBSVW: Coutinho berauscht, Boateng fahrig, Friedl bodenlos


FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund 0:4 (0:1)

Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben gegen einen sehr starken Gegner gespielt. Wir haben verdient verloren. In den ersten Minuten ist unser Plan gut aufgegangen. Dann haben wir enormen Druck von Dortmund erlebt."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "Am Anfang haben wir Mühe gehabt. In den ersten zehn Minuten war der Gegner sehr aggressiv. Nach einer Viertelstunde wurden wir viel besser und haben ein ziemlich gutes Spiel gemacht."

Marco Reus (Kapitän und Torschütze Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Ich glaube, dass wir uns in den letzten Jahren hier immer schwergetan haben. Wir haben gesagt, dass wir voll konzentriert sein müssen und mit unserer Art und Weise weitermachen müssen. Wir hatten viele Chancen in der ersten Halbzeit, wir machen zum Glück das 1:0. Es war wichtig, dass wir dann nachlegen."

... zur Vorlage von Dan-Axel Zagadou vor dem 2:0: "Er zeigt das schon ab und an im Training, aber so weit vorne haben wir ihn nicht erwartet."

... zu seinem ersten Auswärtstor in dieser Saison: "Ob ich zu Hause oder auswärts treffe, ist mir eigentlich ziemlich egal. Hauptsache, wir haben gewonnen. Gegen Leipzig wird es nochmal hart, da wird es sicher brennen auch bei uns."

... zum strittigen Handspiel von Jeremiah St. Juste in der ersten Halbzeit: "Das ist ein Elfmeter. Ich habe ihn (den Schiedsrichter) nochmal gefragt, ob es kein Elfmeter ist. Er meinte doch, aber es ist nichts daraus entstanden. Wenn es anders läuft, ist es eine größere Diskussion. Wenn es Handspiel ist, ist es Handspiel. Ich weiß nicht, was diese Diskussion immer soll. Hand ist Hand."


1. FC Köln - Bayer Leverkusen 2:0 (0:0)

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Es fühlt sich gut an, einmal einen Glückwunsch nach einem Spiel zu bekommen. Es war aber auch mal Zeit - und auch Zeit für solch eine Leistung, wie wir sie heute gebracht haben. Jeder hat gezeigt, was die Situation bei uns erfordert. Wir waren von der ersten Minuten an auf Sendung, zweikampfstark und laufbereit. Wir wollten den Gegner nicht zu seiner fußballerisch überlegenen Art kommen lassen. Wir haben es uns erarbeitet. Unter dem Strich ein Sieg - aber nicht mehr."

Peter Bosz (Trainer Bayer Leverkusen): Gratulation an Köln und Markus Gisdol, sie haben zu Recht gewonnen. Wir waren heute schlecht, wir müssen nicht zum Schiedsrichter, nicht auf den Platz, nicht auf den Gegner gucken. Sondern nur auf uns selbst. Die Mannschaft von Markus hat sehr aggressiv und mit sehr viel Energie gespielt. Das haben sie super gemacht - wir dagegen nicht."

Jonas Hector (Kapitän 1. FC Köln) ...

... zu den jungen Spielern: "Es ist natürlich nicht leicht, in der Situation, in der wir stecken. Aber diese Unbekümmertheit tut uns gut, sie sind nicht so verkopft wie einige andere. Dieser Schwung hat uns heute geholfen."

Dominick Drexler (1. FC Köln): "So ein Derbysieg gut für das ganze Gemüt, für die Fans, für den Verein, das war ganz wichtig. Ich hätte heute die Punkte auch gegen jeden andere genommen, aber gegen Leverkusen ist es fast am schönsten."

Kai Havertz (Bayer 04 Leverkusen): "Das war eigene Blödheit, da muss man nicht groß drumherum sprechen. Wenn wir hier zwei Rote Karte kriegen, ist es genau das, was wir vor dem Spiel angesprochen haben, dass uns das nicht passieren darf. Das war die einzige Möglichkeit, wie Köln uns hier schlagen kann. Wir sind so dumm und machen zwei solche Fehler, deshalb ist es vollkommen zurecht, dass wir hier verlieren."

Lars Bender (Kapitän Bayer 04 Leverkusen) ...

... zum Platzverweis gegen Leon Bailey: "Das geht überhaupt nicht, das ist völlig klar. Da sind Jungs auf dem Platz, die sich 70 Minuten auskotzen und dann in der Folge zu neunt dagegenhalten müssen. Da hat er uns einen Bärendienst erwiesen. Mit zehn Spielern war es schwer, mit neun unmöglich. Es ist nicht die erste Rote Karte und ich erwarte da eine Entschuldigung."


Hertha BSC - SC Freiburg 1:0 (0:0)

Jürgen Klinsmann (Trainer Hertha BSC): "Es war klar, dass es in unserer Situation nur über Kampf, Kompaktheit und Kameradschaft geht. Wir hatten die Hoffnung, dass wir uns ins Spiel reinackern und dann zu gefährlichen Situationen kommen würden, vor allem über die Außen. Das haben wir in der ersten Halbzeit viel zu wenig gemacht. Und dann hat sich Gott sei Dank der Vladi ein Herz gefasst und ein wunderschönes Tor erzielt."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Man hat schon gesehen, dass Hertha zuletzt nicht so viele Erfolgserlebnisse hatte. Wir waren nicht in der Lage, das für uns zu nutzen. Hertha hat darauf gewartet, dass wir Fehler machen, um dann Konter zu starten. Ich bin enttäuscht, aber ich gratuliere dem Jürgen natürlich zum Sieg, und Hertha auch, aber heute stinkt es mir schon richtig, weil du das Spiel nicht verlieren darfst."

Vladimir Darida (Siegtorschütze Hertha BSC): "Wir haben in jedem Spiel eine bessere Körpersprache gezeigt. Für uns war es heute ganz wichtig, die drei Punkte zu holen. Wir wollen das Selbstvertrauen mitnehmen für die letzten zwei Spiele und dann in der Rückrunde wieder Gas geben."

Mark Flekken (Torwart SC Freiburg): "Wenn ich hier stehe, sage ich: ein Schuss ein Tor. Wir haben nicht viel zugelassen, waren gut im Spiel drin. Jetzt fährst du mit einem 0:1 nach Hause, das fühlt sich ganz komisch an."


SC Paderborn - Union Berlin 1:1 (1:1)

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Wenn man die 90 Minuten betrachtet, hatten wir in der ein oder anderen Situation das Quäntchen, was du brauchst. Es war ein sehr intensives und zweikampfbetontes Spiel, anders kannst du gegen Union nicht bestehen. Am Ende haben wir einen Punkt, den nehmen wir gerne mit. Ich habe viel Spaß am Rand gehabt. Ich bin mit dem Punkt nicht zufrieden, aber auch nicht unzufrieden."

Urs Fischer (Trainer Union Berlin): "Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Es war ein sehr zweikampfbetontes und ausgeglichenes Spiel. Die etwas klareren Chancen waren auf unserer Seite. Es wäre auch mehr drin gewesen, ich freue mich sehr über den Punkt. 20 Punkte sehen nicht schlecht aus, das ist eine Momentaufnahme."

Robert Andrich (1. FC Union Berlin): "Hätten wir vor dem Spiel gesagt, wir nehmen einen Punkt mit, ja gerne. Nach den Riesenchancen in der zweiten Halbzeit kann man sagen, wir haben zwei Punkte verloren. Aber wir nehmen das Positive mit. Wir haben einen Punkt mitgenommen und haben nicht verloren."


TSG Hoffenheim - FC Augsburg 2:4 (1:1)

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Wir sind sehr enttäuscht. Eigentlich haben wir es mit dem Ball gut gemacht, im letzten Drittel war Augsburg jedoch besser. Die Gegentore waren dann zu einfach."

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg): "Heute war die Effizienz ausschlaggebend. 20 Minuten vor der Pause sind wir durch ein Stahlbad gegangen, weil sie uns ziemlich hergespielt haben. Das 2:1 war der Dosenöffner, unser Mut wurde größer, wir haben sie zweimal schön ausgekontert und hatten einen guten Torhüter. Es ist ein guter Sieg für uns, aber wir wissen, dass es keinen Schönheitspreis gibt."

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