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Spielt der Kongolese unter falschem Namen?

VfB hat "keine Zweifel" an Wamangitukas Idendität

13.12.2019 13:16
Spielt seit diesem Sommer in der 2. Liga: Silas Wamangituka
© Thomas Eisenhuth, getty
Spielt seit diesem Sommer in der 2. Liga: Silas Wamangituka

Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten ist Silas Wamangituka als teuerster Zweitliga-Transfer beim VfB Stuttgart angekommen. Vier Tore stehen mittlerweile zu Buche, beim letzten 3:1-Erfolg über Nürnberg traf der Neuzugang ebenfalls. Doch ist der Kongolese wirklich der, als der er sich ausgibt?

Zweifel daran hat die "L'Équipe". Wie die französische Sport-Zeitung berichtet, könnte es sich beim VfB-Stürmer nicht um Silas Wamangituka, sondern um den ein Jahr älteren Silas Mvumpa Katompa handeln.

Der Zeitung liegt demnach eine E-Mail von Max Mokey Nza-Ngi, Präsident des kongolesischen Klubs Football Club MK, vor. Der Funktionär gibt an, den aktuellen VfB-Spieler 2015 trainiert zu haben - unter dem Namen Mvumpa Katompa.

Weiter geht aus der Mail ein "Vorschlag für eine gütliche Einigung über den betrügerischen Transfer unseres Spielers Mvumpa Katompa Silas zum FC Paris unter dem Namen Silas Wamangituka" vor. Zur Geheimhaltung des Betruges soll der Klub-Boss 10 Prozent aller Transfererlöse Wamangitukas einstreichen.

Wie die "L'Équipe" berichtet, spielte Mvumpa Katompa unter anderem für die kongolesische Jugend-Nationalmannschaft. Vor zwei Jahren - als Wamangituka nach Frankreich wechselte - verschwand der Name schließlich vom Radar.

Anders als der VfB sollen französische Klubs wegen der unklaren Identität des Spielers im Sommer Abstand von einem Transfer genommen haben. Wamangituka, der ohnehin Silas genannt werden will, trägt beim VfB ein Trikot mit dem Flock W. Silas.

VfB bemüht, keinen zweiten "Fall Jatta" aufkommen zu lassen

Der VfB hat die Berichte mittlerweile entschieden zurückgewiesen. "Es gibt keinen Grund an der Richtigkeit der Unterlagen zu zweifeln", sagte Trainer Tim Walter.

"Für uns gibt es gar keine Zweifel", betonte Walter, "deshalb versuche ich ihn mit allem, was ich habe, zu unterstützen." Er werde das Thema intern nicht weiter ansprechen und mit dem Stürmer "umgehen, wie wir es bisher getan haben. Ich bin immer für den Jungen da, daher ändert sich dadurch nichts."

Der VfB war bemüht, die Geschichte klein zu halten und keinen zweiten "Fall Jatta" entstehen zu lassen. "Silas ist ein sehr zurückhaltender junger Mann, eher schüchtern in der Kabine", sagte Walter. Ihm persönlich gehe es allein um Fußball, "rein um das Spiel am Montag. Für uns ist es wichtig, dass Silas der Spieler auf dem Platz ist, den wir wollen."

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