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Walter unter Druck: Keine Jobgarantie von Hitzlsperger

12.12.2019 16:01
Hat die Mission Wiederaufstieg unterschätzt: VfB-Vorstand Thomas Hitzlsperger
© Stuart Franklin, getty
Hat die Mission Wiederaufstieg unterschätzt: VfB-Vorstand Thomas Hitzlsperger

Stuttgarts Vorstandschef Thomas Hitzlsperger will seinem Trainer Tim Walter trotz des jüngsten 3:1-Erfolges gegen den 1. FC Nürnberg keine Jobgarantie ausstellen.

"Wir müssen akzeptieren, dass es auf dem Trainerposten - genau wie bei den Spielern - in den seltensten Fällen Kontinuität gibt", sagte Hitzlsperger der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Von den letzten acht Zweitliga-Partien hatte der ambitionierte VfB fünf verloren.

Grundsätzlich wünscht sich Hitzlsperger aber Kontinuität. "Die Realität im gesamten Profifußball sieht aber oft anders aus", sagte er: "Die durchschnittliche Verweildauer von Trainern beträgt zwölf bis 14 Monate. Es mag Ausnahmen wie den SC Freiburg geben - die meisten Klubs aber agieren anders."

Gleichzeitig räumte Hitzlsperger ein, die Mission Wiederaufstieg beim aktuellen Tabellen-Dritten unterschätzt zu haben: "Auch ich habe zu Beginn geglaubt, dass es uns leichter fällt, dominant und effizient zu sein. Das fängt man jetzt schwer wieder ein. Der Ton ist gesetzt."

Zu seinen wichtigsten Aufgaben zählt der 37-Jährige, den Fans das Vertrauen in die Vereinsspitze zurückzugeben.

"Das Hauptproblem des VfB in den vergangenen Jahren waren die vielen Personalwechsel auf den entscheidenden Positionen. Es gab mehrere Präsidenten und Sportchefs. Alle kamen mit neuen Ideen und Versprechungen - dann waren sie schon wieder weg", sagte Hitzlsperger: "Die Fans sind also zu oft enttäuscht worden. Irgendwann hören sie auf, daran zu glauben, was ihnen erzählt wird."

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