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Herrmann, Peiffer und Co. hochmotiviert nach Hochfilzen

12.12.2019 12:48
Auf Denise Herrmann ruhen in Hochfilzen viele Hoffnungen
© Christophe Pallot/Agence Zoom, getty
Auf Denise Herrmann ruhen in Hochfilzen viele Hoffnungen

In Hochfilzen hoffen die deutschen Biathleten auf die ersten Podestplätze in einem Einzelrennen. Beim zweiten Weltcup der Saison muss es aber vor allem am Schießstand besser laufen als in Östersund.

Im Flockenwirbel von Hochfilzen jagten Denise Herrmann und die deutschen Skijäger eine Patrone nach der anderen ins Schwarze. Peng, Treffer. Peng, Treffer. Peng, Treffer. Das letzte Training vor dem zweiten Weltcup verlief trotz schwieriger Bedingungen vielversprechend - jetzt müssen es die erfolgsverwöhnten Biathleten nur noch im Wettkampf umsetzen.

"Unsere Ansprüche sind natürlich sehr hoch. Wir wollen immer vorne dabei sein und in Richtung Podium laufen", sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer. Allerdings betonte er auch: "Wir sollten keine Quantensprünge erwarten."

Dabei machte der Auftritt seiner Schützlinge am "nicht ganz einfachen Schießstand" im Pillerseetal Mut. "Sehr gut", lobte Mehringer immer wieder, "passt" oder "alle im Zentrum". Von den Schwierigkeiten, die beim Weltcup-Auftakt in Östersund noch die erhofften Platzierungen auf dem Podest verhindert hatten, war am Donnerstag bei Schneefall und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt nichts zu sehen.

Herrmann pragmatisch: "Wichtig ist das Zielen"

Vielmehr gingen die Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit höchster Konzentration zu Werke, also genau so, wie es Herrmann bereits vor der Reise zum WM-Ort von 2017 sehr pragmatisch gefordert hatte. "Wichtig ist das Zielen am Schießstand", sagte die 30-Jährige, "zudem sauber zu arbeiten und den ein oder anderen Fehler zu vermeiden".

Sollten diese vereinzelt dennoch geschehen, ist längst noch kein Desaster vorhergesagt, die Wettbewerbe (Sprint, Verfolgung, Staffel) bevorteilen die starken Schützen nicht gravierend. Selbst mit ein oder zwei Fahrkarten sind noch Top-Platzierungen möglich - auf die im Lager der deutschen Skijäger nach dem durchwachsenen Auftakt in Östersund ohne Einzel-Podest alle hoffen.

Peiffers Gewehr wieder einsatzfähig

Insbesondere die vermeintlichen Teamleader werden dabei im Fokus stehen, neben Herrmann bei den Frauen ist das Arnd Peiffer bei den Männern. "Das Motto für Hochfilzen lautet: Auf ein Neues!", sagte der Einzel-Weltmeister, dessen Auftritte in Mittelschweden sinnbildlich für das Abschneiden des gesamten deutschen Teams standen.

Den Sprint hatte der 32-Jährige wegen eines Magen-Darm-Infekts verpasst, das Einzel-Rennen musste er dann nach einem Sturz im Wald vorzeitig beenden. "Es ging alles schief, was schiefgehen konnte", sagte Peiffer. Aber immerhin: Sein in zwei Teile gebrochenes Gewehr war nach einer Blitz-Reparatur in Oberhof schon am Mittwoch wieder in Hochfilzen eingetroffen: "Somit ist dieses Problem behoben."

Sollte sich diese Einschätzung tatsächlich bewahrheiten, ist mit den DSV-Assen auch wieder zu rechnen. Und wenn dann am Ende sogar noch die ersehnte Podestplatzierung herausspringt, werden die strahlenden Gesichter auch nicht mehr nur auf Fotos zu sehen sein. So war es nämlich noch zu Wochenbeginn gewesen, als die Biathleten auf Instagram über 50.000 Follower jubelten.

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