Anzeige

Dreßen trotz erstem Dämpfer "auf einem guten Weg"

08.12.2019 12:16
Für Dreßen verlief der Weltcup in Beaver Creek nicht optimal
© Sean M. Haffey, getty
Für Dreßen verlief der Weltcup in Beaver Creek nicht optimal

Klar, ein bisschen enttäuscht war Thomas Dreßen schon. Erst das sensationelle Comeback mit dem Sieg im kanadischen Lake Louise, dann die großartige erste Trainingsfahrt in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado, wo er sich ja im Jahr zuvor unter anderem diesen Totalschaden im rechten Knie zugezogen hatte - da war Optimismus beileibe nicht verboten. Dann jedoch erhielt Dreßen auf seiner Unglückspiste gleich zwei Dämpfer verpasst.

"Scheiße" fand er Platz 27 im Super-G, "scheiße" fand er tags darauf auch seine verpatzte Durchfahrung der "Netzkurve" in der Abfahrt, die ihn am Ende auf Platz 19 zurückwarf: "Da habe ich das Rennen weggeschmissen", sagte er, "da musste ich bergauf fahren, um das nächste Tor zu erwischen." Doch allzu lange Trübsal blasen wollte er deshalb auch nicht: "Mein Gott, dass ich noch Fehler mache hier und da, das ist jetzt keine Überraschung für mich. Das passt schon."

Dreßen hat "noch nicht die Wettkampfhärte

Und grundsätzlich, sagte Dreßen am Fuße der "Raubvögel"-Piste, sei er ja "zufrieden mit dem Start" in die Saison, die für ihn in zwei Wochen in Gröden weitergeht. Alpinchef Wolfgang Maier wollte da nicht widersprechen. Bei Dreßen sei zu sehen, "dass viele Dinge gut sind", bei den schwierigen Bedingungen auf der sehr anspruchsvollen "Birds of Prey" habe ihm aber "ab und zu noch die Überwindung gefehlt". Es sei aber auch nur allzu verständlich, "dass er noch nicht die Wettkampfhärte hat".

Tatsächlich überdeckte der Sieg von Dreßen in Lake Louise auch die Probleme der Rekonvaleszenten Josef Ferstl (Daumenbruch) und Andreas Sander (Kreuzbandriss). Maier bittet um Geduld für die drei. Die "Aufs und Abs" seien ja zu erwarten gewesen und auch bei Dreßen sehe er "kein Problem, er ist auf einem guten Weg". Wenn ein Rennläufer nach langer Verletzungspause zurückkomme, "muss man immer damit rechnen, das Rennen dabei sind, die nicht so optimal sind", betonte Maier.

Schwaiger überrascht mit Rang 7

In solchen Momenten tut es dann ganz gut, wenn einer aus dem Nichts auftaucht: In der Abfahrt (Sieger Beat Feuz/Schweiz) fuhr Dominik Schwaiger mit der hohen Startnummer 41 auf Rang sieben. "Ich bin super happy", sagte er. Schwaiger war im Weltcup zuvor erst einmal in die Top 10 gefahren, vor vier Jahren beim Parallel-Riesenslalom in Alta Badia/Italien (4.), ansonsten gelangen ihm seine besten Platzierungen im Januar in Kitzbühel (12./Super-G, 17./Abfahrt).

Schwaiger gilt als technisch versierter Skifahrer, aber "er lebt halt auch", sagt Maier mit einem Schmunzeln, "in einem gewissen Phlegma". Der 28-Jährige vom Königssee, ergänzte der Alpinchef, "wäre eigentlich ein Guter, aber wenn man ihn nicht permanent tritt, dann tut er nichts".

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige