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Biathlon-Einzel in Östersund

DSV-Biathletinnen frustriert: "Fühlt sich eckig an"

05.12.2019 17:59
Franziska Preuß war die beste Deutsche im Einzel der Biathletinnen
© Alexander Hassenstein, getty
Franziska Preuß war die beste Deutsche im Einzel der Biathletinnen

Die deutschen Biathlon-Frauen um Denise Herrmann haben die Erwartungen im Einzel über 15 km nicht erfüllen können. Das Podest war weit entfernt.

Franziska Preuß und Denise Herrmann standen enttäuscht im Zielraum, als Justine Braisaz mit einem strahlenden Lächeln ihren zweiten Weltcup-Sieg feierte. Anstatt der erhofften Podestplatzierung gab es für die erfolgsverwöhnten deutschen Biathleten im schwedischen Östersund den nächsten Dämpfer. Im Einzel über 15 km verfehlten die DSV-Frauen nach durchwachsenen Schießleistungen die ersten drei Plätze deutlich.

"Bei drei Fehlern kann man im Einzel nicht mehr erwarten. Es wäre mehr möglich gewesen", sagte Preuß, die auf Rang zwölf noch beste Skijägerin des Deutschen Skiverbandes (DSV) war, im "ZDF".

Auch Verfolgungs-Weltmeisterin Denise Herrmann war mit ihrem 18. Platz überhaupt nicht zufrieden: "Ich habe mich beim Laufen sehr schwer getan. Und vier Fehler beim Schießen sind einfach zu viel." Herrmann konnte zum Start des Winters noch nicht die in sie gesetzten Erwartungen als Nachfolgerin der zurückgetretenen Biathlon-Königin Laura Dahlmeier erfüllen.

So musste auch Disziplintrainer Kristian Mehringer ernüchtert einräumen, "dass das bisher nicht so optimal läuft". Allerdings wollte der DSV-Coach die bislang durchwachsenen Leistungen nicht überbewerten, nachdem auch die Männer am Mittwoch im Einzel weit hinterher gelaufen waren: "Letztes Jahr sind wir auch nicht so gut gestartet, da gab es auch schon Kritik. Aber wir bleiben ruhig."

DSV startet am Samstag mit Herren-Staffel

Bei schwierigen Windverhältnissen holte sich die Französin Braisaz den Sieg nach zwei Schießfehlern in 42:35,1 Minuten vor Julija Dschyma aus der Ukraine (0/11,1 Sekunden zurück) und ihrer Teamkollegin Julia Simon (2/17,7). Preuß, die im Sprint als Vierte beste Deutsche gewesen war, hatte mit drei Schießfehlern 2:00,2 Minuten Rückstand. Herrmann leistete sich vier Fehler (2:30,4 zurück).

Vanessa Hinz (4/3:53,3) als 30., Franziska Hildebrand (4/4:36,6) auf Rang 43, Karolin Horchler (4/5:08,3/51.) und Anna Weidel (4/5:25,8/56.) vervollständigten das mäßige deutsche Resultat. "Es passt noch nicht richtig zusammen. Es fühlt sich eckig an", sagte Hildebrand im "ZDF".

Bei den Männern war Benedikt Doll als 16. bester Deutscher - allerdings bei extrem weicher Piste. Solche Bedingungen seien eine "Horrorvorstellung" gewesen, meinte Herrmann, "aber bei uns war es eher eisig". Die 30-Jährige erzielte die achtbeste Laufzeit. Preuß sprach von einer "buckligen Strecke".

Am Samstag (17:30 Uhr) geht es mit der Staffel der Männer über 4x7,5km weiter. Die Frauen schließen den Weltcup in Östersund am Sonntag (15:30 Uhr) über 4x6km ab. Am 13. Dezember startet in Hochfilzen/Österreich der zweite Weltcup des Winters mit den Sprintrennen.

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