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Schalke-Legende lobt Hansi Flick

Thon stellt klar: FC Bayern "braucht keinen Welt-Trainer"

03.12.2019 11:49
Schalke-Legende Olaf Thon spricht sich für Hansi Flick als Trainer des FC Bayern aus
© Christof Koepsel, getty
Schalke-Legende Olaf Thon spricht sich für Hansi Flick als Trainer des FC Bayern aus

Seit Hansi Flick neuer Trainer beim FC Bayern ist, ist beim deutschen Rekordmeister spürbar Ruhe eingekehrt. Selbst die bittere 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Wochenende schlug keine allzu großen Wellen an der Säbener Straße. Eine Tatsache, die Flicks ehemaligen Mitspieler Olaf Thon nicht nur überrascht, sondern seiner Meinung nach auch Chancen für die Zukunft birgt. 

Noch vor kurzer Zeit war es nicht ungewöhnlich, dass bei den Bayern der Baum brannte, sobald eine Partie in der Bundesliga verloren ging. Niko Kovac kann ein Lied davon singen. Doch wie es scheint, hat sich die Stimmungslage bei den Münchenern unter Neu-Trainer Hansi Flick deutlich verändert.

"Dass man nach einer Niederlage einfach freundlich zur Tagesordnung übergeht – überhaupt nicht FC Bayern-mäßig", zeigt sich Olaf Thon gegenüber der "Abendzeitung" überrascht vom neuen Bayern-Kurs: "Wie man damit umgegangen ist, war wirklich sehr unüblich. Das spricht dafür, dass die alle mit sich im Reinen sind."

Darin und im Hinblick auf die zukünftigen personellen Veränderungen an der Klubspitze sieht der 53-Jährige durchaus neue Chancen, die sich für den deutschen Rekordmeister auftun: "Ich habe das Gefühl, dass sie aufgrund von Hansis Tugenden auf ihn bauen. Bayern ist auf einem guten Weg, sich zu entwickeln, auch mal neue Wege zu gehen – mit neuen Leuten, wo künftig auch andere sagen, wo es lang geht, nicht mehr in erster Linie Hoeneß und Rummenigge."

"Man braucht keinen Welttrainer"

Dass Flick, den Thon als "besonnen" und "akribischen Arbeiter" bezeichnet, das Zeug dazu hat, die Münchener auch kommende Saison als Trainer zu betreuen, ist für den 52-maligen deutschen A-Nationalspieler sonnenklar: "Sicher kann er das! Er hat es jedenfalls geschafft, Leuten wie Thomas Müller wieder Spaß zu vermitteln, so dass der wieder Tore schießt, und insgesamt eine Grundstimmung herbeizuführen, aus der heraus man gute Leistungen bringen kann."

Auch wenn Flick erst noch beweisen muss, dass er "einer werden kann", rät Thon dem aktuellen Tabellenvierten am jetzigen Trainer festzuhalten: "Ich denke, man braucht keinen Welt-Trainer. Bayern tut gut daran, so einen Mann zu installieren – wenn er von den Ergebnissen her funktioniert."

Sollte Flick diese auch in Zukunft wieder in regelmäßiger Abfolge verlässlich liefern, dürfte Thon mit seinen Worten recht behalten.  

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