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"Ergebnisse stehen über allem"

Korkut: "Klinsmann muss Hertha nicht nur wachküssen"

03.12.2019 08:48
Jürgen Klinsmann soll Hertha BSC aus dem Tabellenkeller führen
© Boris Streubel, getty
Jürgen Klinsmann soll Hertha BSC aus dem Tabellenkeller führen

Am Samstag setzte sich Borussia Dortmund trotz langer Unterzahl mit 2:1 bei Hertha BSC durch und kehrte in die Erfolgsspur zurück. Der Druck auf BVB-Coach Lucien Favre bliebt dennoch bestehen. Im Fokus stand zudem Ex-Nationaltrainer und Neu-Hertha-Coach Jürgen Klinsmann, der die Saison der Berliner retten soll.

Eine Mission, die Ex-Bundestrainer Tayfun Korkut Klinsi durchaus zutraut: "Er ist eine Persönlichkeit mit einer hohen Strahlkraft, und ich freue mich, dass er zurück ist in der Bundesliga, jetzt als Trainer. Im Moment muss er die Hertha nicht nur wachküssen. Ich glaube, es geht rein ums Überleben, dass er irgendwie Luft bekommt. So ein Abstiegskampf ist nicht so einfach", so der 45-Jährige bei "100% Bundesliga – Fußball bei NITRO".

Erschwerend komme hinzu, dass der Start gegen den BVB "nicht so gewesen, wie man es sich vorstellt". "Es geht jetzt rein um Punkte, ums Ergebnis, um einfach ein bisschen Ruhe reinzubekommen in die Geschichte. Klinsmann hat eine große Strahlkraft, aber letztendlich werden alle Trainer gleich an den Ergebnissen gemessen. Und die Ergebnisse stehen über allem", erklärt Korkut weiter.

Weiterhin äußerte sich der ehemalige Übungsleiter des VfB Stuttgart zur Situation von Favre. "Grundsätzlich weiß er nicht erst seit ein paar Tagen, dass er Ergebnisse liefern muss, das weiß er seit ein paar Jahren. Jeder Trainer weiß, um was es geht. Es war ein wichtiges Spiel für ihn. Man hat an den Reaktionen nach dem Spiel zwischen ihm und der Mannschaft gesehen, dass da Erleichterung mit dabei war. Ich habe mich gefreut für ihn, weil ich ihn sehr schätze, und ich glaube, dass er es noch hinbekommt, dass die Dortmunder da oben noch mal richtig angreifen können."

 "NITRO"-Experte und Ex-BVB-Profi Steffen Freund glaubt hingegen, dass beide Klubs Positives aus dem Spielverlauf ziehen können. "Dortmund wird zufrieden sein mit dem Ergebnis. Hertha hat sicherlich mehr erwartet, und es war auch möglich aufgrund der guten zweiten Halbzeit und dem möglichen Ausgleich. Das war wirklich eine sehr knappe Entscheidung. Das lief schon bitter für Jürgen Klinsmann. Der Start und die Einstellung der Mannschaft – das war aber richtig gut", kommentierte Freund.

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