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HSV-Flügelflitzer gibt Einblicke in sein Seelenleben

Sonny Kittel: "Dafür bin ich unendlich dankbar"

02.12.2019 09:52
Sonny Kittel hat seit seinem Wechsel zum HSV gut lachen
© Cathrin Mueller, getty
Sonny Kittel hat seit seinem Wechsel zum HSV gut lachen

An Sonny Kittel liegt es wahrlich nicht, dass der HSV nach einem guten Saisonstart in der 2. Bundesliga ins Straucheln gekommen ist. Mit elf Scorerpunkten in 15 Spielen ist der Mittelfeldspieler eine verlässliche Größe beim ehemaligen Bundesliga-Dino. Doch viel hätte nicht gefehlt und seine Karriere wäre schon mit 23 Jahren zu Ende gewesen, wie er dem "kicker" verriet.

Nachdem er seine fußballerische Ausbildung bei der Frankfurter Eintracht genoss, sollte der Schritt zum FC Ingolstadt im Sommer 2016 "mein Neuanfang werden." Denn bis dahin hatte der gebürtige Gießener schon je zwei Kreuzbandrisse und Knorpelschänden hinter sich.

Der Traum vom Leben als Fußballprofi "hing am seidenen Faden", wie Kittel offen zugibt. Doch beim damaligen Bundesligisten fand er dann sein Glück in Form des Ärztestabs. 

"Sie haben versucht, die Ursache für meine Probleme rauszufinden, haben mich komplett auf den Kopf gestellt", erzählte der HSV-Profi. "Es ging ihnen nicht darum, mich kurzfristig für den nächsten Samstag wiederherzustellen, sie wollten mich stabil bekommen, damit ich noch über Jahre hinweg spielen kann."

Und das ging gut: Seit nun knapp drei Jahren gehörte Kittel sowohl für die Schanzer als auch für den HSV zu den absoluten Konstanten und fehlte seinen Trainern wenn überhaupt dann gelbgesperrt. "Ich kann gar nicht oft genug sagen, wie dankbar ich Professor Dr. Florian Pfab und seinem Team bin", wurde er nicht müde zu betonen.

Kittel bald für Polens Nationalmannschaft?

Nach dem Abstieg des FCI in die 3. Liga im Sommer 2019 traten einige Vereine an Kittel heran, doch die Entscheidung für den HSV war aus seiner Sicht logisch. Denn die Verbindung zwischen Klub und Spieler besteht schon länger.

"Ich habe gegen den HSV mit 17 mein Bundesliga-Debüt gefeiert. Ich habe heute noch ein Foto auf meinem Handy von einem Duell mit Ruud van Nistelrooy", äußerte Kittel. Der HSV sei für ihn ein besonderer Verein und er versicherte: "ich bin nicht nur hier, nur um mal das Trikot des HSV zu tragen."

Kürzlich kursierten Spekulationen, dass Kittel bald für Polens Nationalmannschaft auflaufen könnte. Sowohl seine Eltern, als auch seine Großeltern sind polnische Staatsbürger. Auch er selbst könnte den Pass bekommen.

Doch diese Geschichte veranlasse ihn zum Schmunzeln, der Rechtsfuß klärte auf: "In erster Linie ist sie durch einen polnischen Journalisten entstanden. Er hat mich gefragt, ob ich gern für Polen spielen würde, und natürlich habe ich gesagt, dass das ein Traum wäre." Im selben Atemzug schob er aber hinterher: "Es gab bislang nie Kontakt zum Verband."

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