Anzeige

VfB-Coach nach nächster Pleite nicht mehr unumstritten

Walter unter Beschuss - Nachfolger bereits gesichtet?

02.12.2019 09:36
Für VfB-Trainer Tim Walter wird die Luft immer dünner
© Thomas Niedermueller, getty
Für VfB-Trainer Tim Walter wird die Luft immer dünner

Beim VfB Stuttgart will derzeit keine Ruhe einkehren. Nachdem der Bundesliga-Absteiger am Wochenende die Chance hatte, wichtige Punkte auf die Tabellenspitze gut zu machen, verlor das Team von Coach Tim Walter mit 1:2 in Sandhausen.

Einem jüngsten Medienbericht zufolge herrschen bereits atmosphärische Störungen zwischen Trainerteam und Führungsetage. Ein potenzieller Nachfolger soll zudem bereits auf der Tribüne gesichtet worden sein. 

Eigentlich war im Schwabenland zu Saisonbeginn alles klar: Mit einer hochtalentierten Mannschaft und einem neuen Trainer galt der Traditionsverein gemeinsam mit dem HSV als Aufstiegsaspirant Nummer eins. Nun machten sich die Stuttgarter am vergangenen Spieltag das Leben wieder einmal selbst schwer. 

Auch, wenn der VfB nach der Sandhausen-Pleite weiterhin auf dem dritten Tabellenplatz rangiert, sprechen fünf Niederlagen in 15 Spielen eine eindeutige Sprache. Kurz vor dem Jahreswechsel befindet sich der Klub in der Krise und das hat seine Gründe.

Wie der "kicker" berichtete, sollen nach den ausgebliebenen Resultaten atmosphärische Differenzen zwischen den Verantwortlichen vorherrschen. Anders können die Worte von Sportdirektor Sven Mislintat nach dem Spiel gegen Sandhausen nicht gedeutet werden: "Es gibt unterschiedliche Ansichten zum Spiel, was die Dominanz angeht. Wir können nicht nur immer davon reden, viel den Ball zu haben, sondern wir müssen auch die nötigen Ergebnisse erzielen. Da müssen wir ansetzen."

Steht ein Nachfolger bereits in den Startlöchern?

Nicht nur die Worte Mislintats lassen darauf deuten, dass sich zwischen Trainerteam und Führungsetage erhebliche Dissonanzen aufgebaut haben. Der VfB muss schleunigst zurück in die Spur finden, sonst wird es nicht nur für den Trainer, sondern auch für Sportvorstand Thomas Hitzlsperger und Sportdirektor Mislintat, die den Kader zusammengestellt haben, langsam aber sicher brenzlich. 

So überrascht es auch nicht weiter, dass ein potenzieller Nachfolger für Walter schon bereitstehen könnte. Beim Spiel gegen den KSC wurde mit Jan Siewert ein alter Bekannter von Mislintat auf der Tribüne gesehen. Der 37-Jährige war bis zum Sommer bei Huddersfield Town aktiv und arbeitete als U23-Trainer gemeinsam mit Stuttgarts Sportdirektor beim BVB zusammen. 

Auch wenn die Anwesenheit Siewerts viel Raum für Spekulationen eröffnet, passt sie dennoch perfekt ins momentane Bild, dass der VfB sowohl in sportlicher als auch in personeller Hinsicht abgibt. Ob Walter aus Sicht der Stuttgarter Verantwortlichen weiterhin der richtige Mann für die Kehrtwende ist, werden spätestens die kommenden Aufgaben in der 2. Bundesliga zeigen. Für die Schwaben geht es in diesem Kalenderjahr noch gegen den 1. FC Nürnberg, den SV Darmstadt sowie Hannover 96.

 

Anzeige
Anzeige
Anzeige
2. Bundesliga 2. Bundesliga
Anzeige
Anzeige