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Loch und Co. enttäuschen, Premierensieg für Taubitz

01.12.2019 17:33
Loch fährt eigenen Ansprüchen hinterher
© PIXATHLON/PIXATHLON/SID/
Loch fährt eigenen Ansprüchen hinterher

Julia Taubitz feiert in Lake Placid ihren ersten Saisonsieg. Die Männer um Felix Loch enttäuschen hingegen erneut.

Julia Taubitz machte mit einer hippen Sonnenbrille auf der Nase eifrig Faxen bei der Siegerehrung, Felix Loch hingegen hatte bei der Kür der Besten nichts zu suchen.

Während Vizeweltmeisterin Taubitz mit ihrem ersten Saisonsieg die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison des jungen Frauen-Teams nährte, rodeln die deutschen Männer nach dem zweiten Weltcuprennen im Einsitzer weit den eigenen Ansprüchen hinterher. Selbst ein Top-Ten-Resultat war lange Zeit in Gefahr.

"Im ersten Lauf war ich viel zu weit weg, da war es viel zu schlecht. Im zweiten Lauf war es eine Steigerung", sagte Loch, der seinen eigenen Ansprüchen mit Rang zwölf erneut hinterhergefahren war, am "ARD"-Mikrofon.

Beim nächsten Weltcup im kanadischen Whistler (13./14. Dezember) erhofft sich der 30-Jährige eine bessere Leistung: "Da wollen wir zeigen, was wir schon in der Vorbereitung geleistet haben."

Bundestrainer bemängelt "fehlenden Speed" von Loch und Co.

Bundestrainer Norbert Loch bemängelte auf der Olympiabahn von Lake Placid in der "ARD" den "fehlenden Speed" der deutschen Männer, die in diesem Winter weiter auf eine Podestplatzierung warten.

Schon beim Saisonauftakt in der Vorwoche war der sechsmalige Weltmeister Loch als Sechster hinter den Erwartungen geblieben. In den USA war Max Langenhan als Neunter der beste deutsche Starter, der Vorjahreszweite Johannes Ludwig belegte nur den 14. Rang.

Für positive Schlagzeilen im Einsitzer sorgte hingegen Taubitz. Bei Temperaturen von zehn Grad minus raste die 23-Jährige am Samstag in Bahnrekord zu ihrem insgesamt dritten Weltcupsieg und übernahm die Führung im Gesamtweltcup.

Julia Taubitz: "Richtig geil, ich bin zufrieden"

"Richtig geil, ich bin zufrieden. Die Bahn hier gefällt mir immer mehr", sagte die Oberwiesenthalerin. Schon nach dem ersten Durchgang lag sie in Führung, die sie mit der Fabelzeit von 43,658 Sekunden sogar noch ausbaute.

Im Sprintrennen am Sonntag untermauerte die deutsche Hoffnungsträgerin dann nochmals ihre starke Form - dort fuhr Taubitz der Konkurrenz erneut davon und feierte den Sieg.

Auch ohne die schwangere Olympiasiegerin Natalie Geisenberger behaupteten die deutschen Frauen somit ihre Position an der Weltspitze. Jessica Tiebel, beim Saisonstart in Innsbruck-Igls noch gleichauf mit Taubitz Dritte, landete indes diesmal nur auf dem zehnten Rang.

Die Olympiasieger Tobias Wendl/Tobias Arlt schlugen derweil im ewigen Duell der deutschen Doppelsitzer zunächst zurück. Das Duo aus Bayern setzte sich vor den Weltmeistern Toni Eggert/Sascha Benecken durch, der Vorsprung nach zwei Läufen betrug 0,184 Sekunden.

Durch Platz zwei im Sprint schoben sich Eggert/Benecken mit 270 Punkten aber an den beiden deutschen Konkurrenten vorbei an die Spitze des Gesamtklassements, Wendl/Arlt folgen mit 255 Zählern.

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