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Deutsche Kombinierer in Ruka chancenlos

01.12.2019 15:07
War als Achter im Abschlusswettkampf von Ruka der erfolgreichste DSV-Athlet Manuel Faißt
© dpa
War als Achter im Abschlusswettkampf von Ruka der erfolgreichste DSV-Athlet Manuel Faißt

Viele Fragezeichen statt der erhofften Antworten: Für die erfolgsverwöhnten deutschen Nordischen Kombinierer ist es noch ein weiter Weg zur Top-Form und zur Weltspitze.

Vinzenz Geiger verhinderte mit einer starken Laufleistung und Platz zwei am Samstag zwar einen kompletten Winter-Fehlstart des Teams von Bundestrainer Hermann Weinbuch.

Der starke Auftritt des 22 Jahre alten Oberstdorfers konnte jedoch nicht über den vor allem auf der Skisprung-Schanze dürftigen Weltcup-Beginn der sonstigen Medaillengaranten des Deutschen Skiverbandes (DSV) hinwegtäuschen. Am Sonntag war Manuel Faißt als Achter im Abschlusswettkampf von Ruka der erfolgreichste DSV-Athlet.

Der 26-Jährige aus Baiersbronn war als Neunter und mit einem Rückstand von zwei Minuten auf den führenden Norweger Jarl Magnus Riiber auf die 10-Kilometer-Langlaufstrecke gegangen. Julian Schmid mit mehr als drei Minuten Rückstand, Fabian Rießle und Geiger mit jeweils über vier Minuten und die anderen Weinbuch-Schützlinge, die noch weiter zurücklagen, hatten bereits vor dem Start keine Chancen mehr auf ganz vordere Platzierungen.

Läuferisch machten es vor allem Geiger und Rießle gut. Sie kämpften sich auf Rang zehn (Geiger) und elf (Rießle) vor. Auch Eric Frenzel machte als 20. einige Zeit wett.

Rydzek verzichtet auf den Start

Das Springen am Sonntag war den schwierigen Windbedingungen zum Opfer gefallen. Daher wurde das aus deutscher Sicht schwache Ergebnis der sogenannten "Provisional Competition Round" (PCR) vom Donnerstag herangezogen.

"Es ist natürlich schon bitter, aber ich habe die Jury auch verstanden", sagte Weinbuch in der "ARD". So hätte Doppel-Olympiasieger Johannes Rydzek mit einer Hypothek von fast acht Minuten hinterherlaufen müssen.

Er verzichtete auf einen Start. Der 27-Jährige, der im Sommer länger verletzt war, steht stellvertretend für die aktuellen Sprungprobleme des deutschen Teams.

Weinbuch hatte den Auftakt-Weltcup als "Gradmesser, ob wir im Springen wirklich näher an der Weltspitze dran sind", bezeichnet. Gerade auf die Schanzen-Performance hatte das DSV-Team in den vergangenen Monaten einen besonderen Fokus gelegt.

Es zahlte sich (noch) nicht aus, was auch deshalb so deutlich auffiel, weil vor allem die Norweger in der Luft von Finnland extrem auftrumpften. Riiber gewann alle Sprungwettkämpfe und feierte am Sonntag einen Sieg-Hattrick.

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