Anzeige

Weghorst wird immer mehr zu Wolfsburgs Lewandowski

29.11.2019 13:03
Wout Weghorst ist beim VfL Wolfsburg eine feste Größe
© Christian Kaspar-Bartke, getty
Wout Weghorst ist beim VfL Wolfsburg eine feste Größe

Auf Wout Weghorst ist Verlass: Der Topstürmer hat den VfL Wolfsburg vorzeitig in die K.o.-Runde geschossen. Für die Wölfe ist der Niederländer so wichtig wie Robert Lewandowski für Bayern.

"Boahh", sagte Wout Weghorst. Auf die Frage, ob er der Robert Lewandowski des VfL Wolfsburg sei, wusste der Niederländer erst einmal nicht so richtig eine Antwort. Wirklich vergleichen wollte sich der Wölfe-Torjäger nicht mit dem Superstar von Bayern München, aber: "Dass ich wichtig bin für meine Mannschaft, das ist glaube ich klar."

Und wie wichtig dieser Weghorst für den Werksklub ist, machte er nun erneut in der Europa League deutlich. Mit seinem verwandelten Foulelfmeter (45.+1) sicherte der 27-Jährige seinem Team das 1:0 (1:0) bei PFK Oleksandriya und schoss Wolfsburg damit auch vorzeitig in die K.o.-Runde.

"Super", sei das Weiterkommen in Europa, sagte Weghorst, der bald wieder Papa wird - Freundin Nikki erwartet im Frühjahr des zweite Kind. Nach einer Schwächephase zuletzt gebe das Aufwind für die kommenden Wochen. "Wir sind wieder auf einem guten Weg", sagte er vor der Bundesliga-Partie gegen Werder Bremen (Sonntag, 18:00 Uhr). Wenn alles passt, seien die Niedersachsen nur "schwer zu schlagen".

Kapitän und Trainer loben Weghorst in höchsten Tönen

An die Zahlen eines Lewandowski kommt Weghorst natürlich nicht heran, aber auch seine zehn Tore in 19 Pflichtspielen können sich sehen lassen. Er ist Wolfsburgs Vollstrecker, der Mann vor dem Tor, wichtig bis unersetzbar. "Am Ende stehe ich da vorne, um die Tore zu machen", sagte Weghorst und freut sich, das er gebraucht wird: "Das finde ich einfach super, das ist mein Ziel, und das erwarte ich auch von mir."

Und wie bei Lewandowski schwärmen die Kollegen und der Trainer auch von Weghorst. "Er macht eine überragende Arbeit", sagte zuletzt VfL-Kapitän Josuha Guilavogui. Und Coach Oliver Glasner lobte unlängst: "Er ist ein Spieler, der sich für die Mannschaft aufopfert, der unglaublich weite Wege auch in der Defensive macht." Aber natürlich sei der 1,97-m-Lulatsch "dann am wertvollsten, wenn er auch trifft."

Nur bei Bondscoach Ronald Koeman kommt Weghorst noch nicht richtig zum Zuge. Seine große Stärke im Strafraum und als so genannter "Wandspieler", der lange Bälle behaupten und auf nachrückende Mittelfeldspieler ablegen kann, passen bei den Niederlanden nicht wirklich ins Profil. Und auch darum will Weghorst an seinen Schwächen arbeiten. "Ich glaube, dass ich bei Ballbesitz noch Sachen besser machen kann und auch besser machen muss", sagte er.

Grundsätzlich könne sich in Wolfsburg "jeder einzelne verbessern", sagte Weghorst: "Dann ist noch viel drin für uns." In der Europa League als auch in der Liga.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Bundesliga Bundesliga
Anzeige
Anzeige