Anzeige

Schempp will FC Bayern des Biathlon sein

29.11.2019 11:14
Simon Schempp freut sich auf sei Comeback im Weltcup
© Matthias Hangst, getty
Simon Schempp freut sich auf sei Comeback im Weltcup

Der lange Zeit verletzte Simon Schempp fiebert seinem Comeback im Weltcup entgegen. Im Sommer zeigte sich der Routinier bereits in starker Form.

Auf dem Weg nach Östersund machte Simon Schempp auf dem Flughafen noch einen kurzen Abstecher in den Fanshop von Bayern München. Er hoffe, schrieb der 31-Jährige daraufhin bei Instagram mit einem Augenzwinkern, "dass ich in den nächsten Wochen, die gleiche Performance wie der FC Bayern zeigen kann".

Bei seinem Herzensverein läuft es seit geraumer Zeit wieder perfekt. Und bei Schempp? Der kämpft nach monatelanger Pause wegen gesundheitlicher Probleme beim Weltcup-Auftakt der Biathleten in Schweden erst einmal wieder um den Anschluss. Für ihn gehe es in erster Linie darum, "ein gutes Skigefühl zu entwickeln", sagte Schempp vor seiner Rückkehr mit einem Einsatz in der Mixed-Staffel für den erkrankten Arnd Peiffer am Samstag (15:00 Uhr) und dem Start im Sprint am Sonntag (12:30 Uhr).

Die Platzierungen sind zum Start in die WM-Saison zunächst zweitrangig. Zu lange war der Massenstart-Weltmeister von 2017 ausgefallen, nachdem er im Februar erschöpft die Reißleine gezogen hatte. Es sei einfach der Punkt gekommen, "an dem ich den Reset-Knopf drücken musste", sagte Schempp im Rückblick. Er habe "alles abgekriegt, was man abkriegen kann".

WM-Teilnahme als oberstes Ziel

Nun blickt der Biathlet aus Uhingen wieder optimistisch(er) nach vorne. Er sei "jetzt gesundheitlich stabiler", versicherte er vor seinem Comeback. Schempp habe "seine Hausaufgaben gemacht. Er ist auf einem guten Weg", betonte Bundestrainer Mark Kirchner. Druck will er jedoch nicht aufbauen.

Bereits im Sommer hatte Schempp auf Skirollern als deutscher Meister im Sprint, in der Verfolgung und im Massenstart angedeutet, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. Ob er die Form auch im Schnee konservieren kann, bleibt abzuwarten. Der Ehrgeiz von Schempp ist auf jeden Fall groß. "Wenn man weiß, wo man war, dann will man wieder da hin", sagte er. Er sei "gierig" und sehne sich "nach den besten Zeiten. Es macht wahnsinnig Spaß, vorne mitzurennen."

Sein letzter von insgesamt zwölf Einzelsiegen liegt jedoch schon zweieinhalb Jahre zurück. Am 19. Februar hatte sich Schempp in Hochfilzen zum Massenstart-Weltmeister gekrönt. 2018 kam dann noch Silber bei Olympia in Pyeongchang dazu, ehe es steil bergab ging. Die schlechten Zeiten wähnt Schempp aber nun hinter sich. Etwa im Juli habe er "den Schalter umgelegt, da kam das alte Gefühl zurück".

Dieses soll ihn wieder nach oben bringen, möglichst mit Happyend bei der WM im Februar in Antholz. "Das ist für mich ein Riesen-Highlight und einer meiner Lieblingsorte. Die WM besitzt einen sehr hohen Stellenwert", sagte Schempp. Zunächst aber hoffe er "auf eine konstante Saison mit guten Ergebnissen - dann sind die Chancen auch bei der WM größer".

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige