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Prozess gegen Judo-Olympiasieger Seisenbacher eröffnet

25.11.2019 12:36
Peter Seisenbacher muss sich wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht verantworten
© AFP/SID/HELMUT FOHRINGER
Peter Seisenbacher muss sich wegen sexuellen Missbrauchs vor Gericht verantworten

Mit dreijähriger Verspätung hat in Wien der Prozess gegen den österreichischen Judo-Olympiasieger Peter Seisenbacher begonnen.

Dem 59-Jährigen wird sexueller Missbrauch Minderjähriger während seiner Zeit als Trainer vorgeworfen. Seisenbacher plädierte zu Beginn des Verfahrens auf nicht schuldig.

Seisenbacher, der 1984 in Los Angeles und 1988 in Seoul Olympiagold im Mittelgewicht geholt hatte, war am 19. Dezember 2016 dem ersten Verhandlungstermin am Wiener Straflandesgericht unentschuldigt ferngeblieben und anschließend untergetaucht.

Zunächst wurde er in der ukrainischen Hauptstadt Kiew festgenommen, später jedoch wieder freigelassen. Erst vor wenigen Wochen wurde er beim Grenzübertritt von der Ukraine nach Polen erneut aufgegriffen.

Seisenbacher soll laut Staatsanwaltschaft Wien zwischen 1997 und 2004 als Trainer in einem Wiener Judoverein zwei zur damaligen Zeit minderjährige Mädchen missbraucht haben. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft, das Urteil wird für den 2. Dezember erwartet.

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