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"Kaum zu stoppen": Bayer-Youngster mit Zauber-Debüt

24.11.2019 10:50
Moussa Diaby (r.) zeigte ein starkes Startelfedbüt für Bayer Leverkusen
© Christof Koepsel, getty
Moussa Diaby (r.) zeigte ein starkes Startelfedbüt für Bayer Leverkusen

Nach dem tollen Startelfdebüt von Moussa Diaby in der Bundesliga für Bayer Leverkusen schwärmte selbst Christian Streich, der Trainer des SC Freiburg, vom 20-jährigen Franzosen.

Moussa Diaby stand mutterseelenallein in der gegnerischen Hälfte und wusste nach dem Schlusspfiff nicht, ob er sich freuen oder ärgern sollte. Dabei hatte der 20-jährige Franzose nach seinem Startelfdebüt in der Bundesliga allen Grund zur Freude. "Er hat heute sein Chance bekommen, und er hat sie genutzt", sagte Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz nach dem 1:1 (1:1) der Werkself gegen den SC Freiburg über das Supertalent, das auch SC-Coach Christian Streich begeisterte.

"Er hat nicht nur ein tolles Tor geschossen, sondern auch ansonsten gezeigt, was er für ein klasse Spieler ist", sagte Streich: "Er ist mir bereits nach seiner Einwechslung in Wolfsburg positiv aufgefallen, und ich habe befürchtet, dass er heute spielt."

Die Befürchtungen des Freiburger Trainer waren durchaus berechtigt, denn Diaby, der zuvor gerade mal 108 Minuten Bundesligaluft geschnuppert hatte, war der beste Mann auf dem Platz. Der pfeilschnelle Angreifer, der im Sommer für 15 Millionen Euro Ablöse von Paris Saint-Germain an den Rhein gewechselt war, egalisierte zunächst mal in der 36. Minute den 0:1-Rückstand durch Lucas Höler (5.) und verdaddelte dann in der 68. Minute eine weitere Großchance, als er auf dem seifigen Boden, den Kerem Demirbay als "Katastrophe" bezeichnete, ausrutschte und anschließend verzweifelt mit den Fäusten auf die matschige Wiese schlug.

Streich lobt: "Er war kaum zu stoppen"

"Er war unglaublich gefährlich und hat uns immer wieder vor Probleme gestellt. Er war kaum zu stoppen", lobte Freiburgs Torjäger Nils Petersen den technisch versierten Teenager. Auch Bosz schloss sich den Lobeshymnen an: "Er war sehr gut, konstant gefährlich und hat seine Gegenspieler ein ums andere Mal versetzt. Wegen ihm sind zwei Freiburger verwarnt worden."

Diaby, der sich selbst nicht äußerte, hat sich auf alle Fälle für die Startelf im richtungweisenden Gruppenspiel der Champions League am Dienstag bei Lokomotive Moskau (18:55 Uhr) empfohlen. "An ihm werden wir noch viel Freude haben. Er kann mit seiner Schnelligkeit der entscheidende Faktor sein", sagte Bayer-Torwart Lukas Hrádecký und Demirbay äußerte: "Wir sind froh, dass er bei uns ist. Der Trainer hat ihn zum richtigen Zeitpunkt gebracht.

Das sah Bosz nach dem zwölften Spieltag ähnlich: "Bei so einem Spieler, der die deutsche Sprache nicht spricht und nicht von allen verstanden wird, muss man Vorsicht walten lassen. Gegen Freiburg war jetzt der richtige Zeitpunkt."

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