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Deutsche Turn-Riege verpasst Medaillenränge

23.11.2019 17:06
Platz fünf am Stufenbarren: Kim Bui
© AFP/SID/KARIM JAAFAR
Platz fünf am Stufenbarren: Kim Bui

Die WM-Luft war ein bisschen raus: Sechs Wochen nach den Welttitelkämpfen in Stuttgart sind die deutschen Kunstturnerinnen beim Turnier der Meister in Cottbus am ersten Finaltag ohne Weltcup-Medaille geblieben.

Aktivensprecherin Kim Bui hatte ihre Weltmeisterschaftsform noch am besten konserviert, die 30-Jährige aus Stuttgart erkämpfte sich am Stufenbarren den fünften Platz. Die Studentin der Technischen Biologie war so begeistert von ihrem Auftritt, dass sie fast vergaß, in der "Tränenecke" auf ihre Bewertung zu warten.

Teamkollegin Sophie Scheder kam zwar am Doppelreck nicht über den achten und letzten Finalplatz heraus, freute sich aber über ihr kleines Comeback in der Lausitz. Bei der Heim-WM kurz vor Wettkampfbeginn wegen einer Muskelverletzung ausgefallen, genoss die Sportsoldatin sichtlich ihre Rückkehr auf die internationale Turnbühne.

Noch ein wenig überfordert war in der Medaillenentscheidung beim Sprung Lisa Zimmermann. Die Chemnitzerin konnte ihre beiden Versuche nicht sauber stehen. Zudem fehlt es der 16-Jährigen noch an den erforderlichen Schwierigkeiten, um mit der absoluten Weltklasse mithalten zu können.

Chinesen überzeugen

Am Ende stand für die Schülerin ein siebter Platz. "Schon die Finalteilnahme war für Lisa ein großer Erfolg", sagte Bundestrainerin Ulla Koch, nachdem sie ihre mit Abstand jüngste Athletin tröstend in die Arme genommen hatte. Die Teamchefin wird im Olympiajahr weiter auf Zimmermann setzen, die im April bereits überraschend für die Europameisterschaften nominiert worden war.

Für den Höhepunkt des ersten Finaltages sorgte vor 1500 Zuschauern in der ausverkauften Lausitz-Arena der Chinese Liu Yang, der mit herausragenden 15,133 Punkten das Finale an den Ringen für sich entschied. Weitere Sieger aus dem Reich der Mitte waren Hao Wang (Pauschenpferd), Yu Linmin (Sprung der Frauen) und Fan Yilin (Stufenbarren). Am Boden gewann der Japaner Kazuki Minami.

Das deutsche Turnerinnen-Trio geht am Sonntag bei den fünf abschließenden Endkämpfen jeweils ein weiteres Mal ans Gerät. Von den deutschen Männern erreichte nur Lukas Dauser aus Unterhaching eine Medaillenentscheidung. Der WM-Achte am Barren hatte sich am Freitag an seinem Paradegerät mit der dritthöchsten Vornote für das Finale qualifiziert.

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