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DEB-Hoffnung Seider drängt bei den Red Wings ins Team

21.11.2019 12:41
Moritz Seider sammelt fleißig Pluspunkte
© Jonathan Daniel, getty
Moritz Seider sammelt fleißig Pluspunkte

Moritz Seider hat in den ersten Monaten seiner Nordamerika-Karriere durchweg überzeugt. Dass er irgendwann zu einem Fixpunkt der Detroit Red Wings wird, gilt als sicher. In der Nacht auf Donnerstag gelang dem Verteidiger sein erstes Tor.

Nach seinem Premierentor in Nordamerika blieb Moritz Seider erstaunlich cool. "Manchmal musst du einfach Glück haben", sagte das 18 Jahre alte Eishockey-Ausnahmetalent schmunzelnd.

Mit Glück hat Seiders rasante Entwicklung allerdings nur bedingt zu tun, sie ist vielmehr ein Produkt aus seiner enormen Begabung und, ja - obwohl es abgedroschen klingen mag - einer Menge harter Arbeit.

Längst hat der Verteidiger auch die Skeptiker im Umfeld der Detroit Red Wings davon überzeugt, dass es eine weitsichtige Entscheidung von General Manager Steve Yzerman war, den jungen Deutschen an Nummer sechs der jährlichen NHL-Talentziehung auszuwählen.

Zwar spielt Seider (noch) bei den Grand Rapids Griffins, dem Ausbildungsteam der Red Wings in der American Hockey League (AHL), aber seine gewaltigen Fortschritte werden auch weiter oben genau registriert.

In nordamerikanischen Medien erhält Seider regelmäßig eindrucksvolle Kritiken - und auch der Griffins-Trainerstab ist voll des Lobes.

"Ich glaube, er hat eine großartige Karriere vor sich und wird ein verdammt guter Spieler", sagte Matt Macdonald, der für die Verteidiger zuständige Coach, dem Internetportal "The Athletic". Macdonald findet: "Er agiert nicht wie ein junger Spieler, er spielt mit Routine und einer Menge Selbstbewusstsein."

Es sind Eindrücke, die bereits Toni Söderholm bei Seiders WM-Premiere im Frühjahr zum Staunen gebracht hatten. Der Bundestrainer nimmt einen seiner vielversprechendsten Spieler dieser Tage gemeinsam mit Sportdirektor Stefan Schaidnagel vor Ort in Augenschein.

DEB-Führungsduo erkundigt sich persönlich nach Seider

Bei der zehntägigen Reise zu den Nordamerika-Legionären steht auch ein Gespräch mit Seider und den Red Wings auf dem Programm.

Einerseits will sich das Führungsduo des Deutschen Eishockey-Bundes persönlich über das Befinden seines Juwels erkundigen, andererseits hofft es darauf, dass Seider von Detroit für die U20-WM Ende Dezember in Tschechien freigestellt wird.

Dort soll er an der Seite weiterer außergewöhnlicher deutscher Talente wie Tim Stützle oder Dominik Bokk den Klassenverbleib in der A-Gruppe sicherstellen.

Wichtiger für Seider sind aber derzeit Abende wie jener beim 4:3 gegen San Antonio Rampage, als dem gebürtigen Rheinland-Pfälzer das Sieg bringende vierte Tor der Griffins (34.) ebenso gelang wie die Vorlage zum ersten Treffer (1.).

"Ein tolles Gefühl", sagte Seider, der zum Spieler des Spiels gekürt wurde und seine Bilanz auf zehn Scorerpunkte in 18 Einsätzen aufstockte.

Auch wenn ihm das Trikot mit dem grimmigen Adler wunderbar steht - er dürfte es bald gegen jenes mit dem berühmten geflügelten Rad auf der Brust eintauschen.

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