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Niemann-Stirnemann äußert sich zur DESG-Schlammschlacht

21.11.2019 09:05
Gunda Niemann-Stirnemann macht sich Sorgen
© AFP/SID/DAVID HECKER
Gunda Niemann-Stirnemann macht sich Sorgen

Die dreimalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Gunda Niemann-Stirnemann hat Angst um ihre Sportart.

"Sorgen mache ich mir schon, dass wir wirklich endlich wieder auf die Strümpfe kommen. Dass man weiß, es geht vorwärts, dass man Licht am Ende des Tunnels sieht", sagte Niemann-Stirnemann im "ZDF-Morgenmagazin".

Über die Führungskrise in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft sagte die 53-Jährige: "Es sieht schwierig aus, aber das muss vom Verband intern gelöst werden."

Niemann-Stirnemann, die mittlerweile als Trainerin arbeitet und unter anderem ihre 17-jährige Tochter Victoria betreut, hielt sich in dem Streit zwischen der DESG und ihrer ehemaligen Konkurrentin Claudia Pechstein zurück, meinte aber: "Wichtig ist, dass man Anerkennung für solch eine Sportlerin hat, die diesen harten Weg für sich gewählt hat und das bis 50 nochmal wirklich versuchen möchte."

Dem solle man Respekt zollen und die Aufmerksamkeit geben, so Niemann-Stirnemann, "dass sie für sich auch diesen Weg bestreiten kann, ohne große Probleme. Weil man ja weiß, es sind ihre letzten Jahre. Man sollte nicht so viele Schauplätze am Rand machen, man sollte wirklich den sportlichen Aspekt sehen."

Peinliche Schlammschlacht bei der DESG

Pechstein, die nach einem Streit mit Bundestrainer Erik Bouwman zur Zeit mit dem polnischen Team trainiert, will bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking antreten, dann wird sie 50 Jahre alt. 

Nach dem Rücktritt von Verbandspräsidentin Stefanie Teeuwen vor den deutschen Meisterschaften Anfang November war in der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft eine öffentliche Debatte um ihre Nachfolge entbrannt. Im Zuge dessen brachte Pechstein offensiv ihren Lebensgefährten Matthias Große als neuen Präsidenten ins Spiel.

Wenige Tage später schloss die DESG diesen wegen "teilweise unsachgemäßer und dadurch verbandsschädigenden medialen Aussagen" aus dem Betreuerstab der Nationalmannschaft aus.

Pechstein holte daraufhin zum Rundumschlag gegen den Verband aus, prangerte Missstände an und warf der DESG die "vorsätzliche Schädigung" ihres sportlichen Weges und Umfeldes vor.

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