Anzeige

Friesinger über die deutsche Eisschnelllauf-Krise

19.11.2019 16:24
Friesinger übt Kritik am nationalen Verband DESG
© AFP/SID/DIMITAR DILKOFF
Friesinger übt Kritik am nationalen Verband DESG

Die dreimalige Olympiasiegerin Anni Friesinger hat dem nationalen Verband DESG die Schuld an der Krise im deutschen Eisschnelllauf zugewiesen.

"Man hat sich damals einfach auf den Lorbeeren ausgeruht und auch die Zeit verschlafen", sagte die 42-Jährige der am Mittwoch erscheinenden "Sport Bild".

Als bestes Gegenbeispiel führte Friesinger den überaus erfolgreichen Nachbarn Niederlande auf. "Die Holländer haben schon viel früher die Inliner und Shorttracker mit ins Programm genommen, die dann erfolgreiche Eisschnellläufer wurden", sagte die 16-malige Weltmeisterin.

Allerdings sieht sie auch ein kleines Licht am Ende des Tunnels. "Jetzt macht es unser Verband auch endlich. Aber es dauert natürlich, bis sie sich an die 400-m-Eisbahn gewöhnen. Gerade Im Massenstart rechne ich uns gute Chancen aus, dass wir in Zukunft vorne mit dabei sind. Das können die Inliner."

Im Streit zwischen ihrer ehemaligen Konkurrentin Claudia Pechstein und dem Verband hielt sich Friesinger zurück: "Der Verband hat jetzt ein Programm, wie er zurück in die Weltspitze kommen will. Wenn das Programm nicht zu Claudia passt, muss sie sich ein eigenes Team suchen. Bei mir war das damals auch so. Ich habe selbst jedes Jahr 100.000 Euro über Sponsoren für mein eigenes Team gezahlt. Das ist einfach so, wenn man Erfolg haben will."

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige