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Mit dem Auto lange "auf Kriegsfuß"

Hülkenberg droht vierte teaminterne Pleite

19.11.2019 08:22
Zu häufig hatte Nico Hülkenberg das Nachsehen gegen Daniel Ricciardo
© Mark Thompson, getty
Zu häufig hatte Nico Hülkenberg das Nachsehen gegen Daniel Ricciardo

Die Formel-1-Zeit von Nico Hülkenberg neigt sich vorerst dem Ende zu: Für 2020 hat der Deutsche kein Cockpit mehr in der Königsklasse gefunden. Das liegt aber auch an ihm selbst, weil er gegen seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo nicht immer so gut aussah, wie man ihm das im Vorfeld zugetraut hatte. Vor allem im Qualifying schien Hülkenberg so seine Probleme zu haben.

Nur sieben von 20 Qualifying-Sessions konnte er gegen den Australier entscheiden - dafür aber drei der vergangenen fünf. Das heißt, dass ihm vor allem der Saisonauftakt Probleme bereitet hat, obwohl es sein Teamkollege war, der neu zum Team kam und sich erst einmal einfinden musste.

Allerdings will Hülkenberg es nicht ganz so negativ betrachten: "Es waren zwei, drei Qualis, die zu seinen Gunsten ausgegangen sind, weil ich technische Probleme an meinem Auto hatte. Das muss man auch sehen", betont er.

Mit dem Auto "auf Kriegsfuß"

Eine Ausrede finden möchte er aber nicht: "Generell hat er einfach Mitte des Jahres einen sehr guten Rhythmus gefunden, da war er sehr stark. Ich stand zu der Zeit ein bisschen auf Kriegsfuß mit dem Auto, hab' mich nicht so ganz wohlgefühlt. Das macht dann den Unterschied."

Sein Fazit fällt daher eher gemischt aus. Renault blieb ohnehin deutlich unter den Erwartungen, weil man aktuell um Rang fünf bei den Konstrukteuren kämpfen muss. "Das Mittelfeld ist eng, wir konnten uns nicht absetzen, haben diesen Schritt nicht geschafft sportlich. Wir konnten das Auto nicht signifikant verbessern", muss er einsehen. "McLaren ist uns eher davongezogen."

Das Warum ist dabei die große Frage: "Manchmal ging's streckenspezifisch, manchmal ging's nicht so gut. Manchmal unerklärlich für uns. Ist einfach so gekommen", zuckt er mit den Schultern. Auffällig war, dass Renault vor allem im Qualifying hinter McLaren lag und dann im Rennen Boden gutmachen konnte - und das gelang zuletzt vor allem Ricciardo, wie in Suzuka, Mexiko oder Brasilien.

Nur einmal besser als Rang sieben

Daher ist es auch der Australier, der punktetechnisch die Oberhand hat. 54 Zähler hat Ricciardo auf dem Konto, bei Hülkenberg sind es 37. Die sammelte er größtenteils mit kleinen Klecker-Ergebnissen; das große Aha-Resultat blieb hingegen aus. Nur einmal gab es einen Platz, der besser als Platz sieben war: Rang fünf in Monza.

"Es war generell ein bisschen ein mühsames Jahr vom Auto her", sagt Hülkenberg vor seinen beiden vorerst letzten Rennen. "Auf und ab, schwierig, nicht alles ganz unter Kontrolle gehabt. Ich bin nicht unzufrieden. Aber auch nicht wirklich zufrieden."

Übrigens: Sollte der Deutsche das teaminterne Duell am Ende verlieren, wäre es bereits das vierte Mal. 2015 und 2016 hatte er jeweils das Nachsehen gegen Force-India-Teamkollege Sergio Pérez, dazu unterlag er 2010 in seiner Rookie-Saison bei Williams gegen den erfahrenen Rubens Barrichello.

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